Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Skitourengeher (Bild: APA)
Gerlitzen
Fünf Euro Gebühr für Tourengeher
Auf der Gerlitzen müssen seit 23. Dezember auch Tourengeher eine Gebühr von fünf Euro für die Benutzung der Pisten entrichten. Unter den Tourengehern herrscht Unmut, die Liftgesellschaft sieht sich jedoch im Recht.
Österreichweit einzigartige Regelung
Mit dem Fünf-Euro-Ticket erhalten Tourengeher vollen Versicherungsschutz und dürfen nach dem Aufstieg die Pisten zur Talfahrt benützen. Für ein Ticket um sieben Euro können sie auch ein Mal den Lift benützen.

Seit 23. Dezember ist diese österreichweit einzigartige Regelung auf der Gerlitzen in Kraft. Fünf Sicherheitsleute stehen alleine bei der Talstation "Klösterle" und fordern die Tourengeher auf, zu zahlen.
Tourengeher drohen abzuwandern
Viele Tourengeher haben dafür jedoch kein Verständnis:
"Zwei Euro würde ich noch einsehen, weil ich ja neben den Pisten auch den Parkplatz benutze. Ich werde mir überlegen, jetzt öfter woanders hinzugehen, wo man nichts bezahlen muss. Zum Beispiel am Dobratsch oder Verdiz. Ich stelle mir vor, dass sich auch die Hüttenwirte beklagen werden, wenn keine Tourengeher mehr kommen. Immerhin konsumieren sie sonst dort ja auch einiges."
Pisten-Security beruft sich auf Forstgesetz
Die Tourengeher hätten ohnehin keine Wahl, so Manfred Berger, Chef der Pisten-Security. Er beruft sich auf das Forstgesetz:
"Laut Paragraf 33 ist es nicht erlaubt, im Wald abzufahren, also müssen die Tourengeher spätestens beim Abfahren unsere Pisten benützen. Das wiederum sind sportlich gewidmete Flächen, für deren Benutzung sie ein Ticket benötigen."
Besitzstörungsklage bei Zuwiderhandeln
Zahlt jemand nicht, droht ihm eine Besitzstörungsklage, denn Pisten und Parkplätze sind Privatgrundstücke.

Die Betreiber betonen, lediglich im Zeichen der Sicherheit für geregelte Verhältnisse sorgen zu wollen.
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