Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
U2 Verlängerung
VERKEHR
S-Bahn kommt nach Kärnten
Ab Dezember wird es in Kärnten ein
S-Bahnsystem geben. Die Nebenbahnlinien der ÖBB sollen besser ausgelastet und die Pendler dazu gebracht werden, auf öffentliche Verkehrssysteme umzusteigen.
Linie S1 zwischen Spittal, Klagenfurt und Friesach bereits ab Dezember.
Drei Linien im Halbstunden- und Stundentakt
Insgesamt wird es bis Ende nächsten Jahres drei S-Bahn-Linien geben. Eine von St. Veit über Klagenfurt nach Rosenbach, eine von Bleiburg über Klagenfurt nach Feistritz im Rosental und eine von Spittal über Klagenfurt nach Friesach, die bereits im Dezember ihren Betrieb aufnehmen wird.

Zwischen Villach und Klagenfurt werden die Züge im Halb-Stundentakt verkehren, zwischen Villach und Spittal, bzw. Klagenfurt und Friesach im Stundentakt.
Umstieg der Pendler auf Bahn soll erleichtert werden.
ÖBB erhofft sich zwei Mio. mehr Fahrgäste
Einem Großteil der derzeit 100.000 Kärntner Pendler soll so ein Umstieg auf die Bahn erleichtert werden. Insgesamt werden zusätzliche 310.000 Bahnkilometer und 60 zusätzliche Verbindungen angeboten, so LH Verkehrsreferent Gerhard Dörfler. Die ÖBB erhofft sich davon zwei Millionen mehr Fahrgäste pro Jahr.
Erstmals stadtähnlicher Taktverkehr am Land.
Dörfler: "Nebenbahnen werden gestärkt"
In anderen Bundesländern, konkret in Niederösterreich, werde über die Einstellung der Nebenbahnen diskutiert. In Kärnten gewinnen sie gerade durch das S-Bahn-Konzept an Bedeutung, so Dörfler: "Wir haben erstmals einen quasi innerstädtischen oder stadtähnlichen Taktverkehr in der Fläche. Damit ist auch klar, dass die entsprechenden Nebenbahnen gestärkt werden."
Finanziert von Land, Verkehrsbund und Klimaschutzfonds.
"Kein zusätzliches Budget notwendig"
Finanziert wird das S-Bahnsystem vom Land, dem Verkehrsverbund und durch Mittel aus den Klimaschutzfonds, sagte Finanzreferent Harald Dobernig.

Im Jahr müsse ein Volumen von 2,2 Mio. Euro aufgebracht werden. Bis zum Jahr 2016 sei dafür kein zusätzliches Budget notwendig. Nachtragsvoranschläge werden auch keine gebraucht. Durch gezielte Umschichtungen sei es gelungen, den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken.
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