Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Fußball des SK Austria Kärnten (Bild: ORF)
FUSSBALL
Stadt unterstützt nun SV Austria Klagenfurt
Im Klagenfurter Stadtsenat wird am Dienstag die Förderung über 550.000 Euro für den nunmehrigen SK Austria Klagenfurt beschlossen. Protest kommt von LH Gerhard Dörfler (FPK) und den Grünen.
Spielgemeinschaft mit St. Stefan
Die 550.000 Euro sind ein Teil des Geldes, das die Stadt Klagenfurt für die Austria Kärnten reserviert hatte. Es soll als Startkapital für die Regionalliga Mitte dienen. Der Nachfolgeverein des SK Austria Kärnten trägt einen Namen mit Tradition, nämlich Austria Klagenfurt. Er soll zusammen mit St. Stefan im Lavanttal eine Spielgemeinschaft bilden.

Laut Josef Loibnegger, Präsident des Austria Klagenfurt, hat die Stadt die Förderung zugesagt. Und damit, so Loibnegger, "können wir leben."
Unaufhaltsamer Abstieg
800.000 Euro hatte die Stadt ursprünglich für den Lizenzerhalt des SK Austria Kärnten bestimmt. Die Bundesliga-Lizenz wurde nicht gewährt und der Verein hat am Montag Konkurs angemeldet. Weder das Land noch die Stadt sind bereit, die Kosten für einen Zwangsausgleich zu übernehmen.

Schätzungen zufolge sind bisher 25 bis 30 Millionen Euro in den SK Austria Kärnten geflossen, an Schulden bleiben drei bis vier Millionen Euro. Ende April hat die Austria Kelag Kärnten zuletzt im Klagenfurter Stadion gespielt, der Abstieg war unaufhaltsam und ohne Bundesligalizenz war der Konkurs die logische Folge.
Uneinigkeit zwischen
Stadt und Land
Ruckhofer: An einem Strang ziehen
Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) sprach sich am Montag gegen die Wiederbelebung des Austria Klagenfurt aus, er setzt auf den zur Zeit sportlich erfolgreichen WAC St. Andrä.

Diese unterschiedliche Bestrebungen, veranlasst Arno Ruckhofer vom Kreditorenverband zu einer Mahnung: "Es fallen stündliche neue Entscheidungen. Es muss wirklich an einem Strang gezogen werden, damit künftig nicht weiteres Geld verschwendet wird."
Verband unterstützt den neuen Klub
Wenn der neue Klub einige Voraussetzungen erfülle, werde ihn der Verband aufnehmen, sagt Kärntens Fußball-Verbandspräsident Werner Lippitz. Voraussetzungen seien eine Spielstätte und zehn angemeldete Spieler. Man müsse dem neuen Verein positiv gegenüberstehen, im Klagenfurter Stadion müsse wieder Fußball gespielt werden und der Weg zum Profi-Fußball wieder gefunden werden, so Lippitz.
Grüne: "Neuer Klub aus dem Fußball-Sumpf"
Kritik an der Wiederbelebung des SK Austria Klagenfurt kommt auch von den Klagenfurter Grünen: "Wie aus dem Nichts zauberte sich über Nacht ein neuer Fußballverein aus den tiefen Abgründen des Kärntner Fußball-Sumpfes heraus", sagt Grüne-Stadträtin Andrea Wulz am Dienstag in einer Aussendung. Dem neuen Verein dürfe nicht ein Cent mehr zugestanden werden, wie jedem anderen Regionalligaclub.
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