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MI | 11.04.2012
Ernst Fuchs (Bild: ORF)
"Malerprofessor" Ernst Fuchs.
KULTUR
Großes Ehrenzeichen für Maler Ernst Fuchs
Dem Maler Ernst Fuchs ist am Freitag, kurz nach seinem 80. Geburtstag, das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten verliehen worden. Vorgeschlagen wurde der Künstler von den Klagenfurter Stadthauptpfarrern St. Egid und LR Harald Dobernig (FPK).
Ernst Fuchs_Ehrenpreis des Landes Kaernten (Bild: ORF)
Das Große Ehrenzeichen des Landes Kärnten.
Fuchs, ein "Phantastischer Realist"
Das Große Ehrenzeichen des Landes wurde dem Mitbegründer der Wiener Schule des Phantastischen Realismus in Klagenfurt von Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) und Kulturlandesrat Dobernig verliehen.
Ernst Fuchs_Ehrenzeichen des Landes Kaernten (Bild: ORF)
"Ich bin in meiner Heimat Kärnten"
Dazu waren in den Spiegelsaal der Landesregierung auch mehrere Freunde Fuchs' gekommen. Dieser will das Ehrenzeichen in seiner "Schatzkammer", der Kapelle in der Klagenfurter Stadtpfarrkirche St. Egid, aufbewahren: "Dort ist mein größtes Werk zuhause", sagte Fuchs. Zur Begrüßung des Kärntner Landeshauptmannes meinte er: "Ich bin in meiner Heimat Kärnten."
Ernst Fuchs_Ehrezeichen des Landes Kaernten (Bild: ORF)
"Fuchspalast" entzweit weiter die Gemüter
Fuchs, die schillernde Künstlerfigur mit den Markenzeichen Käppchen und Vollbart, hatte in Kärnten unter anderem mit der Realisierung des nach ihm benannten Fuchs-Palastes in St. Veit/Glan für Diskussionen gesorgt. Das von ihm entworfene Hotel ist sehr bunt und ungewöhnlich und entzweit bis heute die Gemüter. Derzeit ist das Hotel nach dem Konkurs des Betreibers geschlossen.
Fuchspalast; St. Veit an der Glan (Bild: ORF)
Der Fuchspalast in St. Veit: Derzeit ist das Hotel nach dem Konkurs des Betreibers geschlossen.
"Lebenswerk" ist "Auszeichnung für das ganze Land", so Dobernig.
20 Jahre "Apokalypse" in der Stadtpfarrkirche
In der Stadtpfarrkirche St. Egid arbeitet Fuchs seit bald 20 Jahren an einem Apokalypse-Zyklus. "Dass er sein Lebenswerk, wie er es selbst nennt, in der Stadtpfarrkirche schafft, ist nicht nur eine Auszeichnung für die Kirche, sondern für das ganze Land", sagte Dobernig in Würdigung der Leistungen des von ihm als "Weltenbürger und Grenzgänger" bezeichneten Malers und Dichters.

Der narrative Charakter des Zyklus erinnere ihn an die alte Tradition, die Bibel in Bildergeschichten zu erzählen, weil die Menschen nicht lesen konnten, meinte Dobernig.
Ernst Fuchs mit seinem Kunstwerk (Bild: Dpa/Heinz Wieseler) Vita "Ernst Fuchs"
Ernst Fuchs wurde 1930 in Wien geboren. Mit 15 begann das Wunderkind sein Studium an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Albert Paris Gütersloh. 1948 gründete Fuchs mit seinen Studienkollegen Anton Lehmden, Arik Brauer und Wolfgang Hutter sowie Rudolf Hausner die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der in den 50er Jahren breite Aufmerksamkeit auch außerhalb der Kunstwelt erhielt. Heute lebt der Künstler in Monte Carlo.
Bild von Ernst Fuchs (Bild: Erzbischöfliches Dom- und Diözesanmuseum Wien)
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