Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
AK Kärnten Logo
ARBEITERKAMMER
22 Mio. Euro für Arbeitnehmer erstritten
Die AK hat am Donnerstag ihre Rechtsschutz-Bilanz für 2009 gezogen. Insgesamt wurden 22 Mio. Euro für Arbeitnehmer erstritten, deutlich mehr als noch 2008. 7.300 mal hat die AK 2009 interveniert, 1.000 mal geklagt.
1.000 Klagen für Mitglieder geführt.
Immer mehr Fälle vor Gericht
22,3 Millionen Euro hat die Arbeiterkammer 2009 für ihre Mitglieder erstritten, 2008 waren es 13,3 Millionen also neun Millionen weniger. 7.300 Mal hat die AK 2009 interveniert, 1.000 Mal geklagt.

Die meisten Probleme gebe es bei Leiharbeitsfirmen, am Bau, im Gastgewerbe. bei Transportunternehmen und im Pflegedienst. Und immer öfter endet ein Arbeitsverhältnis vor Gericht.
Manche versuchen auf Kosten der Mitarbeiter zu sparen.
Streit um Vertrag und Abrechnung
In der Krise versuchen Arbeitgeber zu sparen, manche auch auf Kosten ihrer Mitarbeiter. Zum Beispiel in dem sie nach einem falschen, d. h. schlechteren Kollektivvertrag zahlen. Weitere Probleme mit denen die Rechtsberater der Arbeiterkammer konfrontiert werden: Falsche Gehaltsabrechnungen, unfaire Klauseln in Arbeitsverträgen und Kündigungen während des Krankenstandes. Auch nach Arbeitsunfällen käme es zu Kündigungen, sagt Arbeiterkammer-Präsident Günther Goach.
Pauschalen muss man durchrechnen.
AK warnt vor "All inclusive"-Verträgen
Immer öfter würden den Arbeitnehmern auch so genannte "All inclusive"-Verträge angeboten, die auf den ersten Blick gut ausschauen, oft sind aber Überstunden oder Rufbereitschaften damit abgegolten.

Der AK-Jurist Richard Wohlgemuth bringt ein Beispiel: Ein Vertreter im Handel bekommt "all inclusive" rund 1.900 Euro, statt nach Kollektivvertrag 1.600 Euro. Wenn man nachrechnet, sehe das nicht mehr so gut aus: "Damit werden im Schnitt 21 Stunden im Monat abgegolten, den Rest hat er umsonst gearbeitet."
Mehr von Kündigung duch Pleiten betroffen
Die Zahl der Arbeitnehmer, die von Konkursen betroffen sind, hat deutlich zugenommen. 2007 waren es 1.100 die bei der Arbeiterkammer Hilfe gesucht haben, 2009 fast doppelt so viele.

Dabei ist die Zahl der Konkurse in dieser Zeit sogar zurückgegangen. Werner Gansl, Leiter des Insolvenzschutzverbandes: "2009 waren zwar weniger Firmenkonkurse angemeldet, die insolventen Firmen hatten aber mehr Beschäftigte." Für 2010 rechnet Gansl in Kärnten mit 2.500 Kündigungen durch Firmenpleiten.
Ganz Österreich
Kärnten News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News