Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Pyramidenkogel_neu (Bild: ktn.gv.at)
KEUTSCHACH
Pyramidenkogel-Neu: Baustart im Herbst fix
Am Donnerstag wurden die Verträge zwischen Land Kärnten und der Gemeinde Keutschach für den neuen Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel unterzeichnet. Baubeginn soll im Herbst sein, die Eröffnung ist für Mai 2011 geplant.
Baustart im Herbst steht nichts mehr im Wege.
Martinz: Alles ist auf Schiene
Wer gedacht hat, die Zeiten der ehrgeizigen Großprojekte seien in Kärnten abgelaufen, der irrt. Das Projekt Pyramidenkogel-Neu ist beschlossene Sache, sagte am Donnerstag Gemeinde und Tourismusreferent Josef Martinz (ÖVP) bei der Vertragsunterzeichnung zwischen Gemeinde Keutschach und Land Kärnten.

Martinz: "Es ist finanziert, der Plan ist fertig, die Statik stimmt. Es ist alles auf Schiene, alles unterschrieben und alles in allen Gemeinden beschlossen. Es liegt alles vor und dem Startschuss im Herbst steht nichts mehr im Wege."
Gesamtkosten: Zehn Mio. Euro.
Die Finanzierung im Detail
Zehn Millionen Euro wird der hundert Meter hohe Holzturm mit elf Ebenen und sechs Aussichtsplattformen kosten.

Eine Million kommt aus dem Zukunftsfonds, zweieinhalb Millionen werden über die Tourismusholding aufgebracht, eineinhalb Millionen sind an Sonderbedarfszuweisungen vorgesehen, eine Million Euro steuern die Wörtherseegemeinde bei und vier Millionen Euro wird Keutschach über einen Kredit finanzieren.
Pyramidenkogel (Bild: ktn.gv.at)
Ab 110.000 Besucher pro Jahr rentabel.
Finanzierung und Bauzeitenplan abgestimmt
Jubelstimmung herrschte beim Keutschacher Bürgermeister Gerhard Oleschko: "Wir haben tausende Stunden daran gearbeitet, das Finanzierungskonzept auch dem Bauzeitenplan anzupassen, wo wir in jeder Stufe finanziell und umsetzungsmäßig das Projekt steuern können, sodass wir im Rahmen dieser Kosten bleiben."

Bei Einrittpreisen von acht Euro für Erwachsene und 4,50 für Kinder müsste der neue Turm 110.000 Besucher pro Jahr haben, damit es sich ausgeht.
Entscheidungsfreiheit liegt zu 51 Prozent beim Land.
Gegner verweisen u.a. auf auf Instandhaltung
Bei der Pressekonferenz samt Vertragsunterzeichnung waren am Donnerstag auch Kritiker des Turmbaus zu Keutschach anwesend.

Alexander Kurasch, ein Sprecher der Gegner, meinte: "Die Gemeinde trägt die Risiken der Sanierung und Instandhaltung. Gleichzeitig hat sie in der Errichtergesellschaft nur 49 Prozent. Die Entscheidungsfreiheit liegt also zu 51 Prozent beim Land." Dennoch sei die Mehrheit in Keutschach dafür, sagte Bürgermeister Oleschko.
Forderung: Günstigere Alternativ-Varianten umsetzen.
Grüne: Projekt neu prüfen
Die Grünen fordern, dass das Projekt Pyramidenkogel-Neu überprüft werden soll. Sie bezeichnen das Bauvorhaben als sündteures Prestigeobjekt, das mit Landes- und Gemeindegeldern finanziert wird. Die Kosten für den Neubau betragen zehn Millionen Euro. Den größten Teil davon soll die Gemeinde berappen.

Die Grünen fürchten, dass dieses Projekt die Gemeinde Keutschach in den Ruin treiben könnte und fordern, das günstigere Alternativ-Varianten umgesetzt werden, die den bestehenden Turm miteinbeziehen.
"Alter" Aussichtsturm am Pyramidenkogel (Bild: ORF/Haas)
Der Bau soll der größte Holzturm der Welt werden.
Dobernig: Arbeitsplätze werden geschaffen
Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK) sagte: "Natürlich ist es auch ein einzigartiges Projekt, das mit dem Rohstoff Holz arbeitet und der größte Holzturm der Welt sein sollte. Ganz wichtig ist aber auch, dass neben der touristischen Komponente auch Arbeitsplätze geschaffen werden."

Im Herbst soll der alte Turm gesprengt werden. Das neue Wahrzeichen Mittelkärntens soll im Mai 2011 eröffnet werden.
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