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MI | 11.04.2012
LH Gerhard Dörfler, Uwe Scheuch (Bild: APA/Eggenberger)
POLITIK
Wohin sollen Abgeordnete wechseln?
Der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) hat Abwanderungstendenzen aus dem BZÖ-Parlamentsklub in Richtung Freiheitliche am Sonntag bestätigt. Die Frage ist nur, wechseln sie zur FPÖ oder zum FPK. Die FPÖ will keine BZÖ-Leute.
FPÖ-Generalsekretär will keine BZÖ-Leute, über andere könne man reden.
BZÖ bestreitet Abwanderungsgerüchte
Es gebe "einige BZÖ-Nationalratsabgeordnete, die Signale in Richtung Abwanderung setzten", sagte Dörfler am Sonntag zur Austria Presse Agentur (APA). Seit dem FPK-Parteitag ist Dörfler auch stellvertretender Parteichef der FPK.

Das BZÖ bestritt die Gerüchte, allerdings nur indirekt.

FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl schloss seinerseits im APA-Gespräch die Aufnahme von BZÖ-Abgeordneten in die FPÖ in jeglicher Form aus. Orange Nationalratsabgeordnete und federführende Leute aus dem BZÖ hätten in der FPÖ keinen Platz. Bei anderen Personen, die die Partei wechseln wollten, sei zu unterscheiden.

Bisher wechselten drei BZÖ-Abgeordnete zur FPK. Dadurch war die von FPÖ und FPK ursprünglich geplante Gründung eines eigenen FPK-Parlamentsklubs mit Kärntner BZÖ-Abgeordneten gescheitert, diese erfordert nämlich mindestens fünf Mandatare.
FPÖ oder Freiheitliche in Kärnten/FPK?
Dörfler: Kein eigener Klub geplant
"Wir streben keinen eigenen Klub im Parlament an", sagte Dörfler. "Es gibt aber einige BZÖ-Nationalratsabgeordnete, die Signale in Richtung Abwanderung setzten." Ob diese Nichtkärntner Abgeordneten zu den "Freiheitlichen in Kärnten" oder zur Bundes-FPÖ wechseln könnten, ließ Dörfler offen.

Unbestritten ist, dass der orange Abgeordnete aus Salzburg, Erich Tadler, den Klagenfurter Parteitag besucht hatte. "Tadler hat immer Sympathie für uns gezeigt, Seppi Bucher (BZÖ-Bundeschef, Anm.) wird bald alleine da sein", meinte Dörfler. Auf die Frage, ob die abwanderungswilligen Mandatare nun beim FPK oder in der FPÖ eine neue Heimat finden sollen, meinte Dörfler: "Wie auch immer".
BZÖ dementiert
Das BZÖ erklärter in einer Aussendung, dass die mit den Mediengerüchten konfrontierten BZÖ-Abgeordneten gegenüber der Führung des BZÖ dementiert hätten, jemals diesbezügliche Gespräche mit FPÖ oder FPK geführt zu haben und kritisieren, "dass sie in den Medien überhaupt damit in Verbindung gebracht werden".
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