Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Scheuch, Dörfler (Bild: APA/Eggenberger)
POLITIK
Kühle Reaktionen auf Scheuch-Wahl
Die Reaktionen der anderen Parteien auf die Bestätigung von Uwe Scheuch als Obmann der Freiheitlichen in Kärnten ist kühl bis ablehnend. Koalitionspartner ÖVP "nimmt das Ergebnis zur Kenntnis".
ÖVP will sich beraten.
Koalitionspartner "nimmt zur Kenntnis"
Koalitionspartner ÖVP-Chef Josef Martinz teilte am Samstag in einer Aussendung mit, die Volkspartei nehme das Ergebnis des freiheitlichen Parteitages zur Kenntnis. Der künftige Koalitionskurs werde entsprechend den Regeln der innerparteilichen Demokratie am kommenden Montag von den VP Spitzengremien beraten und entschieden.
Richtschnur bleiben dabei der von der VP eingeleitete Reformkurs für Kärnten sowie eine entschiedene Entschuldungspolitik, so die ÖVP.
Harsche Kritik der SPÖ.
SPÖ: Verlottertes politisches System
Die SPÖ kommentierte das Ergebnis in einer Aussendung am Samstag. Für sie sei das Ergebnis einfach nachzuvollziehen. "Wer Demokratie organisiert wie Machthaber in totalitären Staaten des ehemaligen Ostblocks, der weiß natürlich, dass das Ergebnis vorprogrammiert ist", so SPÖ-Landesparteivorsitzender LHStv. Reinhart Rohr. Es sei von vornherein klar gewesen, wer
nicht für Scheuch ist, ist beim Parteitag nicht dabei. Scheuch sei "die Personifikation dieses verlotterten politischen Systems" so Rohr.
Die Grünen wollen weiter demonstrieren.
Grüne: Untragbar
Der Grüne Landessprecher Rolf Holub meinte zum freiheitlichen Parteitag, wenn der Druck von außen stärker werde, sei man sich nach innen offenbar einiger. Uwe Scheuch habe sich eine Partei gewählt, für die Grünen sei er dennoch untragbar. Holub kündigt weitere Protest-Demos an.

Der Grüne Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner meinte, nach dem Hyposkandal solle Scheuch den Weg für Neuwahlen frei machen. In Richtung ÖVP sagte er, sie solle sich nicht weiter von Scheuch erpressen lassen und sich vom Koalitionspartner trennen.
Die FPÖ Landesgruppe will weiter bestehen bleiben.
FPÖ Kärnten löst sich nicht auf
Der Obmann der FPÖ-Landesgruppe, Harald Jannach, sagte, er nehme das Ergebnis zur Kenntnis. Er bleibt dabei, dass sich die FPÖ in Kärnten nicht selbst auflösen werde. Am Dienstag beraten die Mitglieder über ihren künftigen Kurs.
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