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MI | 11.04.2012
Ultraschall (Bild: APA/P.Pleul)
GESUNDHEIT
Neue Verordnung: Mehr Kassengynäkologinnen
Die 25 Planstellen für Gynäkologen in Kärnten sind derzeit ausschließlich mit Männern besetzt. Durch eine neue Verordnung des Gesundheitsministers, die ab 1. Jänner in Kraft tritt, soll dies künftig anders werden.
Künftig Punktebonus für Frauen
Die einzigen zwei Ärztinnen, die bei der Krankenkasse als Gynäkologinnen im Einsatz stehen, sind im GKK-Ambulatorium in Klagenfurt beschäftigt. Der Anteil der Frauen soll durch einen Punktebonus erhöht werden.

"Mit 1. Jänner 2010 wurde die Reihungskriterienverordnung geändert. Darin ist vorgesehen, dass Frauen im Fach Gynäkologie vorzuziehen sind. Das Prozedere wird wie bisher ablaufen, indem Punkte vergeben werden. Zusätzlich wird für weibliche Bewerberinnen maximal zehn Prozent der Punkte zusätzlich vergeben", sagte der Abteilungsleiter für Vertragspartner in der Gebietskrankenkasse, Max Migitsch.
Frauen werden ab sofort bevorzugt behandelt.
Vier Bewerbungskriterien
Die Vergabe der Planstellen erfolgt nach vier geschlechtsunabhängigen Bewerbungskriterien. Dabei geht es um fachliche Eignung, berufliche Erfahrung, zusätzliche Qualifikationen, Rang in der Bewerberliste der Kammer und behindertengerechte Ordination.
Ausgewogene Versorgung angestrebt.
Bis 2011 etwa drei Planstellen für Frauen
Die Frauenquote dürfte bereits in naher Zukunft angehoben werden, meinte Migitsch: "Wir gehen davon aus, dass in den nächsten beiden Jahren sicher drei bis vier Planstellen von Frauen besetzt werden."

Durch die Einführung des Frauenbonus soll künftig ein ausgewogenes Verhältnis in der Versorgung hergestellt werden.
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