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MI | 11.04.2012
Einspieler-Preis (Bild: ORF)
VOLKSGRUPPE
"Einspielerpreis" für WK-Präsident Pacher
Der "Einspielerpreis" geht heuer an den Präsidenten der Wirtschaftskammer Kärnten, Franz Pacher. "Er arbeitet an einem anderen Kärntenbild, das von Selbstachtung geprägt ist und nichts Gemeines hat", so Festredner Valentin Inzko.
Die Mehrheit muss auf die Minderheit zugehen, so Pacher.
Keine Volksgruppen-Lösung durch Juristen
Franz Pacher forderte in seiner Rede eine grundlegende Änderung in der österreichischen, sowie der Kärntner Politik und der Wirtschaft ein. In seinen Dankesworten zweifelte Pacher an, dass die Probleme der Volksgruppen durch Juristen gelöst werden könnten: Die Mehrheit müsse vielmehr auf die Minderheit zugehen, so Pacher.
Befreiung aus "selbstgebautem Gefängnis"
WK_Präsident Franz Pacher (Bild: ORF)
Pacher: "Der Starke, der Große, muss immer dem Kleineren die Hand reichen und ihm das Gefühl geben, dass er wichtig und wertvoll ist - der Kleine aber darf nicht glauben, mit Juristen auch das letzte Zipfel verteidigen zu können. Nehmen wir die Situation in die Hand und ich bin überzeugt, wir werden auch diese letzte Hürde schaffen".

Pacher versprach, auch weiterhin für ein gutes Zusammenleben mit der slowenischen Volksgruppe in Kärnten einzutreten, "diesem wunderschönen Land - weil ich weiß, dass wir uns aus diesem selbst gebauten Gefängnis befreien müssen".
Karel Smolle (Bild: ORF)
Rat-Obmann Karel Smolle betonte Dialogbereitschaft.
"Wir sind froh über jeden offenen Dialog"
Der Obmann des Rates der Kärntner Slowenen, Karel Smolle betonte in seiner Ansprache die Bereitschaft für einen Dialog auf Basis des Rechtsstaates. In Richtung des neuen Einspieler-Preisträgers, Franz Pacher, sagte Smolle:
"Wenn wir, Herr Präsident, doch nicht in allem übereinstimmen - so sind wir immer froh über jeden offenen und ehrlichen Dialog oder auch Streit. Wir wollen diesen Dialog führen und ich habe die Basis - den Rechtsstaat - genannt".
Preisverleihung Einspielerpreis (Bild: ORF)
Valentin Inzko.
"Arbeit an einem anderen Kärntenbild"
EU-Repräsentant Valentin Inzko betonte in seiner Festrede die intensive Zusammenarbeit Pachers mit dem Klagenfurter Slowenischen Wirtschaftsverband.

"Er arbeitet an einem anderen Kärntenbild, das von Selbstachtung geprägt ist und nichts Gemeines hat", so Valentin Inzko.
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