Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Max Franz beim Abfahrtstraining in Beaver Creek (Bild: APA/Fohringer)
SKI ALPIN
Max Franz beim Training verletzt
Der 20-jährige Kärntner Max Franz zog sich am Mittwoch im Abfahrtstraining von Beaver Creek einen Riss des vorderen Kreuzbandes im rechten Knie zu. Der Kärntner muss nach Hause fliegen, für ihn ist die Saison zu Ende.
Harte Landung nach dem ersten Sprung
Für Max Franz, den talentierten Cousin des ehemaligen ÖSV-Abfahrers Werner Franz, ist die Saison zu Ende. Franz fliegt nach der MR-Untersuchung in der Steadman-Klinik in Vail noch am Donnerstag zurück nach Österreich und wird dort weiterbehandelt. Auch Mario Scheiber hat einen Knorpelschaden erlitten, der Osttiroler kann aber weiterfahren.

Der Nachwuchsfahrer des SC Weißbriach war Mittwoch trotz verkürzten Trainings auf der schwierigen "Raubvogel-Strecke" in Beaver Creek gleich nach dem ersten Sprung hart gelandet, hatte sofort danach abgeschwungen und musste mit dem Akja ins Tal gebracht werden.

"Er hat bei der Landung einen Stich gespürt und deshalb sofort gestoppt", berichtete ÖSV-Herrenchef Toni Giger.
Gefährlicher Sprung "Schleiereule"
Der "Screech Owl" (Schleiereule - Anm.) genannte Sprung ist seit Jahren eine kritische Stelle, weil die Fahrer dort sehr weit springen und im Flachen landen. Noch vor dem zweiten Training wurde deshalb diese Kante auf Anordnung des deutschen Renndirektors Günter Hujara entschärft. Wirklich verbessern wird sich die Situation dort aber erst nach Erdarbeiten im kommenden Sommer.

Die Verletzung von Franz ist insoferne bemerkenswert, als Giger noch am Vortag die Parole an die vielen jungen ÖSV-Läufer ausgegeben hatte, das erste Training zurückhaltend anzugehen.

Franz hatte schon im Vorjahr eine leichtere Kreuzbandverletzung im gleichen Knie erlitten. Zu allem Unglück zog sich Giger beim Versuch, die hart eingestellte Bindung des Rennläufers zu öffnen, auch noch eine Daumenluxation zu.
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