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MI | 11.04.2012
Photovoltaik-Anlage (Bild: Carmen Jaspersen/dpa)
UMWELT
St. Veit will energieunabhängig werden
In St. Veit/Glan denken seit Mittwoch 40 Unternehmer, Mediziner und Vertreter der Stadtverwaltung über die Zukunft der Herzogstadt nach. Ein Ziel steht bereits fest: St. Veit soll energieautark werden.
Bessere Nutzung erneuerbarer Energie.
Neues Kraftwerk geplant
St. Veit an der Glan soll zur Sonnenstadt werden - so lautet das Ziel von Bürgermeister Gerhard Mock (SPÖ). Im Industriepark produzieren ja die Unternehmen Green-One-Tech und Kioto Photovoltaikplatten, die weltweit gefragt sind.

Die Kraft der Sonne, aus Erdwärme, Biomasse und aus anderen erneuerbaren Energieträgern will Mock nun in der Stadt stärker nutzen. Dafür werde St. Veit mit dem Land Kärnten ein neues Kraftwerk bauen.

Laut Mock soll es ein Prototyp werden: "Das Ziel ist, dass wir im Jahr 2020 energieautark sind." Das heißt, die Stadt könnte 6.500 Haushalte selbst mit Strom versorgen.
Kooperation mit zahlreichen Unternehmen
Derzeit laufen die Förderverhandlungen mit dem Bund, sagte Mock: "Das Projekt ist zu 80 Prozent auf Schiene. Es gibt einige Unternehmen, die sich finanziell beteiligen werden. Das wird nicht nur der Stadt ein gutes Image bringen."

Es soll zudem ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt sein und den Tourismus ein bisschen ankurbeln, kündigte Mock an.
Neue Ideen für die Stadtentwicklung bis 2015 gesucht.
Dreitägiger Prozess der "Syntegration"
Über weitere Zukunftsziele bis zum Jahr 2015 denken derzeit in St. Veit Unternehmer, Mediziner und Vertreter aus Verwaltung - unter der Anleitung des bekannten Managementberaters Fredmund Malik, der auch Titular-Professor an der Eliteuni St. Gallen in der Schweiz ist - nach.

Malik und 16 seiner Mitarbeiter lassen die Köpfe nach einer neuen Methode rauchen, die sie "Syntegration" nennen.
Nachdenkprozess als Auftakt
Die Wirtschaftskrise bringe einen rasanten Wandel mit sich, sagt Malik, der davon ausgeht,
"dass alle unsere Organisationen - von der Wirtschaft beginnend bis zu Krankenhäusern und alle Arten von Sozialsystemen, wie Schulen oder Altenheime, doppelt so gut funktionieren, aber mit dem halben Geld auskommen müssen. Es werden Lösungen herauskommen und es wird ein unglaublich starker Umsetzungswille da sein."

In St. Veit ist Professor Malik nach Angaben des Bürgermeisters kostenlos tätig. Er und Malik würden den Nachdenkprozess gerne als Auftakt für ganz Kärnten sehen. Das Land könnte sich neu erfinden, hieß es.
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