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MI | 11.04.2012
Bergbaumuseum Klagenfurt (Bild: APA/Gert Eggenberger)
POLITIK
Haider-Statue: Verbindende Hände
Gerüchte, wonach in Klagenfurt eine Jörg-Haider-Statue aufgestellt werden soll, haben sich nicht ganz bewahrheitet. Vor dem Bergbaumuseum mit der Haider-Ausstellung soll eine Skulptur aufgestellt werden, die "verbindende" Hände zeigt.
Vieldiskutierte Statuen in Klagenfurt
Am Donnerstag haben die Klagenfurter Grünen diese Kunde vernommen, sie wussten allerdings nicht so recht, ob es sich dabei um eine Zeitungsente handelte oder nicht. Diskussionen um Statuen oder Skulpturen gab es ja in der Vergangenheit in Klagenfurt schon öfter.

Der blitzartig dahingeschmolzene Christbaum aus Eis ist noch in Erinnerung. Zuletzt hätte vor der Fußball-EM eine Sandstatue des deutschen Fußballkaisers Franz Beckenbauer errichtet werden sollen. Dazu ist es aber nicht gekommen.
Albert Gunzer, BZÖ (Bild: ORF) Gunzer: Fünf verbindende Hände
Jetzt war eine vier Meter hohe Haider-Statue im Gespräch. Zu diesen Gerüchten befragt, sagte der Klagenfurter Vzbgm. Albert Gunzer (BZÖ), der als Stadtrat für Kultur und Kunst in Klagenfurt zuständig ist, dass es eine Statue gebe, die ein Künstler gemeinsam mit einer Unternehmergruppe aus dem Lavanttal entworfen hat.

"Die haben uns gebeten, im Zuge der Jörg-Haider-Ausstellung vor dem Bergbaumuseum diese 3,40 Meter hohe Statue aufstellen zu dürfen. Dargestellt ist nicht Jörg Haider, sondern es sind verbindende Hände. Ein Händedruck mit der Bevölkerung, mit verschiedenen Leuten und es sind nur die Hände von Jörg Haider sichtbar. Damit soll signalisiert werden, dass Jörg Haider verbindende Politik für seine Bevölkerung in Kärnten gemacht hat."
Stadt rechnet mit Ansturm auf Ausstellung
Man habe sich noch nicht festgelegt, wann diese Statue zu sehen sein wird, sagte Gunzer. Erst war geplant, die Statue nach Erreichen einer Besucherzahl von 5.000 aufzustellen. "Aber nachdem wir gehört haben, dass ein derartiger Ansturm auf dieses Bergbaumuseum stattfinden wird, um die Jörg-Haider-Ausstellung zu sehen, werden wir das nach hinten verlegen müssen, denn wir gehen davon aus, dass bereits in den ersten paar Tagen 5.000 Menschen das Bergbaumuseum besucht haben werden."

Die Ausstellung habe keinen Totenkult-Beigeschmack betonte Gunzer dann noch. Es sei vielmehr "etwas Schönes", wenn ein Mensch wie Jörg Haider, der "derartig für die Bevölkerung in Kärnten da war" von den Leuten heute noch geliebt werde.

Diesem "Wunsch der Bevölkerung" habe er über die Kulturabteilung Rechnung getragen und veranlasst, dass diese Ausstellung organisiert wird. Die Kosten für die Ausstellung würden sich auf rund 50.000 Euro belaufen, schloss Gunzer.
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