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MI | 11.04.2012
Theo Kelz (Bild: ORF)
LEUTE
Theo Kelz: 15 Jahre danach
Am Montag vor 15 Jahren verlor der in Klagenfurt stationierte Polizist Theo Kelz durch eine Rohrbombe von Franz Fuchs beide Hände. Seither hat Kelz sein Schicksal für viele vorbildhaft gemeistert.
"Ich kann beinahe alles machen"
Theo Kelz sprach mit dem ORF über sein Leben, 15 Jahre nach dem Unfall in der Rennerschule. "Man kann die Zeit bekanntlich nicht zurückdrehen. Man muss mit den Tatsachen einfach fertig werden und versuchen das Leben irgendwie zu meistern", ist sich Kelz sicher.

Mit seinen neuen Händen käme er gut zurecht, erzählt er: "Es geht mir damit ausgezeichnet. Ich kann beinahe alles machen, außer schwere Lasten heben oder extreme Sportarten ausüben." Seinem Hobby, dem Motorradfahren, könne er weiterhin ohne Probleme nachgehen: "Wenn man gewisse Vorkehrungen trifft, dann ist das alles kein Problem".
Kelz beid er Gartenarbeit (Bild: ORF)
Unfall veränderte sein Leben
Trotzdem hat sich das Leben von Theo Kelz mit dem tragischen Unfall am 24. August 1994 verändert. In der Abfertigungshalle des Flughafens Klagenfurt wollte der Polizist das manipulierte Rohr in den Röntgenapparat legen, als es explodierte. Dadurch, dass ihm durch die Explosion beide Arme abgerissen wurden und sein Augenlicht erheblich gefährdet war, wurde Theo Kelz' Leben dramatisch eingeschränkt.

"Ich habe alles daran gesetzt, dass ich mich so einigermaßen zurechtfinden kann und das ist mir, mit Hilfe meiner Gattin, Gott sei Dank auch geglückt. Die Hoffnung, eines Tages wieder mein geliebtes Hobby ausüben zu können, gab mir ebenfalls Kraft das alles durchzustehen", sagt Kelz.

Zwei Monate nach dem Unfall kam im Reha-Zentrum in Tobelbad zum ersten Mal die Transplantation von Kelz' Armen ins Gespräch. Somit gab es immer einen Lichtblick in seinem Leben, der ihm half, nach vorne zu sehen. Sechs Jahre nach dem Unglück wurden ihm an der Uniklinik Innsbruck zwei neue Hände transplantiert.
Theo Kelz (Bild: ORF)
Ein weiterer Schicksalsschlag
Vor kurzem erlebte Kelz einen schweren Rückschlag: Kelz' Frau, die ihm in den schweren Zeiten immer eine Stütze gewesen war, starb vor ca. vier Monaten. "Das war der schwerste Schicksalsschlag den ich überhaupt erleiden konnte", so Kelz. "Ich versuche irgendwie damit fertig zu werden, auch wenn das sehr schwer ist.
Theo Kelz am Grab seiner Frau (Bild: ORF)
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