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MI | 11.04.2012
EU-Bürgerpreis Verleihung (Bild: ORF)
ARNOLDSTEIN
Konsensgruppe erhielt EU-Bürgerpreis
Am Donnerstagnachmittag wurde der Kärntner Konsensgruppe in Arnoldstein der erste Europäische Bürgerpreis verliehen. Viele waren der Einladung gefolgt, auch das BZÖ entsandte einen Vertreter.
Wappensaal stand nicht zur Verfügung
Hochrangige Gäste folgten Einladung
Die privat organisierte Kärntner Konsensgruppe ist für die Preisverleihung nach Arnoldstein ausgewichen, weil der Wappensaal von Landtagspräsident Lobnig nicht zur Verfügung gestellt wurde.

Zahlreiche hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft folgten der Einladung auf die Klosterburg Arnoldstein.
Publikum (Bild: ORF)
Wolfgang Bulfon (Bild: ORF) Von Wolfgang Bulfon vorgeschlagen
Der scheidende Europaabgeordnete Wolfgang Bulfon schlug die Konsensgruppe für den Bürgerpreis des Europäischen Parlaments vor. Er würdigte, dass sich Heimatdienstobmann Josef Feldner, Heinz Stritzl, Universitätsprofessor Stefan Karner und die Slowenenvertreter Marjan Sturm und Bernard Sadovnik trotz unterschiedlicher politischer Ansichten gemeinsam für gegenseitige Verständigung und Toleranz einsetzen.

Bulfon: "Lech Walesa hat unlängst seine Haltung Andersdenkenden gegenüber als von der Pflicht bestimmt mit dem Gegner zu sprechen, bezeichnet. Das ist ein Auftrag, dem die zu Ehrenden in hohem Maße nachgekommen sind."
v.l. Bernard Sadovnik, Heinz Stritzl, Marjan Sturm, Josef Feldner (Bild: ORF)
Miguel Angel Martinez Martinez (Bild: ORF) Martinez: "Leute zusammenbringen"
Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der Spanier Miguel Angel Martinez Martinez, nahm die Preisverleihung vor.

Martinez: "Wir wollten ihre Arbeit in einem Gebiet anerkennen, das ganz kompliziert ist - es ist das Gebiet von Minderheiten. Aber wir wollten auch anerkennen, dass sie Leute zusammenbringen, die anders denken und andere Vorstellungen haben."
Josef Feldner (Bild: ORF) Abbau von Barrieren in den Köpfen
Heimatdienstobmann Feldner forderte den Abbau aller "noch vorhandener Barrieren" in den Köpfen. "Auch mein Weg zur Verständigung war viele Jahre hindurch erschwert durch die Barriere des Abgrenzens", meinte Feldner und forderte die Politik in Kärnten auf, "parteiübergreifende Friedens- und Verständigungsarbeit", in jedem Parteiprogramm fix zu verankern.
Marjan Sturm (Bild: ORF) "Auszeichnung, aber auch Verpflichtung"
"Der Preis ist eine Auszeichnung, aber auch eine Verpflichtung am Weg der Verständigung", meinte Marjan Sturm.

Trotz heftiger politischer Debatten - etwa in der Ortstafelfrage - habe sich die Konsensgruppe entschieden, bereits im Vorfeld der Politik eine breite Diskussion zu führen, erklärte Sturm.
BZÖ durch Johann Gallo vertreten
Vonseiten der angesprochenen Kärntner Landespolitik hatten trotz der Unstimmigkeiten im Vorfeld alle Parteien hochrangige Vertreter entsandt. Für das BZÖ war der dritte Landtagspräsident Johann Gallo beim Festakt anwesend.
Ansporn für die Zukunft
Der Europäische Bürgerpreis sei für die Konsensgruppe Ansporn, sich auch in Zukunft für Frieden und Verständigung einzusetzen, hieß es.
Die Preisträger - Konsensgruppe
Josef Feldner - Obmann "Kärntner Heimatdienst", Vizebürgermeister Bernhard Sadovnik - Obmann "Gemeinschaft der Kärntner Slowenen und Sloweninnen/Skupnost koroških Slevencev in Slovenk, Marjan Sturm, Obmann des Zentralverbandes slowenischer Organisationen/Zveza slovenskih organizacij, Chefredakteur a.D. Heinz Stritzl - Sprecher der "Plattform Kärnten" sowie der Moderator Univ.Prof. Stefan Karner.
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