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MI | 11.04.2012
Start der Schwimmstaffel (Bild: Ironman Austria/Gleiss)
SPORT
Strengere Dopingkontrollen beim "Ironman"
Am kommenden Sonntag werden 2.400 Athleten in Klagenfurt beim "Ironman" 3,8 Kilometer schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer laufen. Die Dopingkontrollen werden verschärft.
Petschnig will ein sauberes Rennen.
Veranstalter zahlt die Kontrollen
Organisator Stefan Petschnig: "Wir werden rund 20 Kontrollen machen, gemeinsam mit der NADA (Nationale Anti-Doping-Agentur, Anm.) und dem österreichischen Triathlonverband. Die Kontrollen sind von uns zu zahlen, wir werden vom Triathlonverband unterstützt. Wir wollen einerseits bei den Profis ein sauberes Rennen gewährleisten, aber auch bei den führenden Athleten in den Altersklassen." Petschnig will mit dem strengen Vorgehen das Dopingthema schon im Keim ersticken.
Durch die neuen Tageslizenzen kann es jeden treffen.
Holthaus: "Jeder kann überprüft werden"
Dopingexperte Hans Holthaus zur Anzahl der Stichproben: "20 ist ja schon eine deutliche höhere Zahl, als es in der Vergangenheit war. Man darf aber nicht vergessen, dass jeder aufgrund der neuen Bestimmungen eine Tageslizenz hat. Damit kann jeder kontrolliert werden, das ist ein Sensibilisieren für das Themas. Außerdem denke ich, dass die Diskussion, die in Österreich schon über Monate läuft, doch einen gewissen Eindruck hinterlassen hat. Kaum jemand wird so dumm sein und sagen, egal was ist, ich werde etwas Verbotenes nehmen."
Die ersten drei Profis werden fix überprüft.
Die Profis werden streng kontrolliert
In den allgemeinen Altersklassen erfolgt die Überprüfung stichprobenartig. Bei den Profis sieht es anders aus, sagte Petschnig: "Da haben wir die ersten drei Damen und Herren, die fix überprüft werden, unter den Top Ten werden dann noch zwei stichprobenartig untersucht."
Stefan Petschnig, Ironman-Organisator (Bild: Pribe)
"Die Menschen geben etwas vor, was sie nicht sind."
Petschnig: "Menschen täuschen"
Doping im Breitensport ist mittlerweile ein gesellschaftliches Problem, so Petschnig: "Es ist leider die Zeit, in der wir leben, eine, in der Menschen sehr gerne etwas vorgeben, was sie nicht sind. Das beginnt beim Auto, viele fahren ein Auto, das sie sich nicht leisten können. Es greift auf alle Lebensbereiche über, es ist im Sport so, dass man sich oft gerne besser darstellt, als man ist. Leider nehmen die Leute dafür auch Substanzen ein."
Der Sport leidet unter schwarzen Schafen.
Holthaus: "Imagekorrektur dringend nötig"
Holthaus zu diesem Thema: "Ein Sportler, der sich entsprechend vorbereitet, der vernünftig trainiert - das ist bei Gott nicht einfach - hat die Chance, ohne verbotene Mittel hervorragende Leistungen zu bringen. Ich bin ein Gegner davon zu sagen, ohne Doping geht nichts." Der Sport als Ganzes leide schon darunter, eine Imagekorrektur sei dringend nötig.
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