Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Bürgerpreis (Bild: www. europarl.at)
AUSZEICHNUNG
EU-Bürgerpreis wird in Arnoldstein verliehen
Der Kärntner Konsensgruppe wird am Donnerstag um 16.00 Uhr der erste Europäische Bürgerpreis verliehen. Die Verleihung findet in Arnoldstein statt, der Wappensaal des Landes bleibt der Feier verschlossen.
Der Wappensaal sei nur für Veranstaltungen im öffentlichen Interesse des Landes gedacht, hieß es.
Preis für bessere Verständigung
Das Europäische Parlament zeichnet mit dem Preis Gruppen aus, die sich um die bessere Verständigung zwischen den Volksgruppen bemühen. Der Vizepräsident des Europäischen Parlaments, der Spanier Miguel Angel Martinez Martinez, übernahm die Preisverleihung.

Dennoch blieb der Wappensaal, der Repräsentationsraum des Landes in Klagenfurt, geschlossen. Er sei nur für Veranstaltungen im öffentlichen Interesse des Landes da, die Konsensgruppe sei ein privater Verein - so die Argumentation von Landtagspräsident Josef Lobnig (BZÖ).

Heftige Kritik von mehreren Seiten war die Folge, "peinlich und kleinlich" nannte es etwa Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel.
Preis für Integration und Miteinander
Laut Webseite des EU-Informationsbüros erhalten die Auszeichnung Personen oder Gruppe, die außergewöhnliches Engagement in einerm der drei Bereiche gezeigt haben:

"Aktivitäten und Aktionen für die Förderung eines besseren gegenseitigen Verständnisses und einer stärkeren Integration zwischen den Völkern der Mitgliedstaaten, zum Beispiel durch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit innerhalb der Europäischen Union. Förderwürdig sind zudem Aktivitäten und Aktionen von Bürgern, die in langfristige grenzüberschreitende kulturelle Kooperationen eingebunden sind und somit die europäische Idee stärken."

"Alltägliche Aktionen, die die Werte der Gastfreundschaft, Solidarität und Toleranz praktisch umsetzen, oder die die europäische Integration fördern helfen."
Bemühen um ein besseres, gegenseitiges Verständnis.
Gemeinsam trotz aller Unterschiede
Der Initiator der Preisverleihung, der scheidende EU-Abgeordnete Wolfgang Bulfon (SPÖ), wollte Lobnigs Entscheidung nicht kommentieren. Er verwies lieber auf das Wirken der Konsensgruppe: "Ich glaube, dass jetzt in Kärnten ein Prozess beginnt, auch dank der Konsensgruppe, dass man ein neues Miteinander lernt."

Trotz unterschiedlicher politischer Ansichten würden sich Heimatdienstobmann Josef Feldner, die Slowenenvertreter Marjan Sturm und Bernard Sadovnik sowie Heinz Stritzl von der "Plattform Kärnten" und Universitätsprofessor Stefan Karner gemeinsam um ein besseres gegenseitiges Verständnis der Volksgruppen bemühen.
Ort der Verleihung
Klosterruine_Arnoldstein (Bild: www.arnoldstein.co.at)
SPÖ will Wappensaalvergabe regeln
Die Kärntner SPÖ verlangte Satzungen, in denen die Vergabe des Wappensaales geregelt wird. Klubobmann Herwig Seiser wies darauf hin, dass Landtagspräsident Lobnig dem Kärntner Abwehrkämpferbund ermöglichte, im Wappensaal ein Partnerschaftsabkommen mit einem Traditionsverband aus Istrien zu schließen.
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