Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
BP Heinz Fischer (l), slowenischer Präsident Danilo Tuerk (r), Gedenkstaette KZ Loiblpass (Bild: APA/Dragan TATIC/HBF)
POLITIK
Dörfler zu Abwesenheit bei Gedenkfeier
Am vergangenen Freitag haben Bundespräsident Heinz Fischer und sein slowenischer Amtskollege Danilo Türk beim ehemaligen KZ am Loiblpass der Opfer der Nazis gedacht. Nicht dabei war LH Gerhard Dörfler. Er nahm am Dienstag Stellung.
Laut Dörfler war es kein Empfang. sondern eine Feierlichkeit, zu der er "ausgeladen" war.
Via Zeitung quasi "ausgeladen"
Dörfler: "Der Herr Bundespräsident hat mich bei meiner Angelobung gefragt, ob ich beim Empfang des Staatspräsidenten dabei sein möchte. Ich habe gesagt, ich bin gerne dabei, weil ich finde, wenn ein Nachbarstaatspräsident nach Kärnten kommt, bin ich gerne dabei. Ich musste aber feststellen, dass nicht ein Empfang das Thema war, sondern eine Feierlichkeit, von der ich am 20. Mai ausgeladen wurde."

Dörfler zitierte aus einer Zeitung, in der gestanden sei: "Wir laden immer alle Kärntner ein, aber nie gezielt die Landespolitik." Und weiter stand laut Dörfler in einem Artikel, dass Peter Gstettner vom Mauthausen-Komitee gesagt habe: "Solange Dörfler sagt, dass er die Politik Haiders fortsetzt, wäre mit seinem Kommen die Veranstaltung kaputt." Zitat Dörflers der Ende.
Gerhard Dörfler (Bild: ORF) "Wollte Veranstaltung nicht kaputt machen"
Dörfler sagte, er habe die Veranstaltung nicht kaputtmachen wollen, daher sei er nicht gekommen. Er betonte, dass er von Bundespräsident Fischer mündlich zum Empfang des Staatspräsidenten Türk eingeladen worden sei. Er habe ihm aber nicht gesagt, dass eine Feierstunde stattfinden würde.
Rohr, Kaiser und Martinz waren bei der Feier anwesend. Dörfler und Uwe Scheuch fehlten.
"Auch anwesende Politiker nicht eingeladen"
Auf die Frage, ob er als Landeshauptmann nicht verpflichtet sei, seinem Weg zu folgen, egal, was eine Zeitung schreibe, sagte Dörfler: "Es gibt keine schriftliche Einladung, es ist kein Regierungsmitglied eingeladen worden. Wir haben das heute in der Regierungssitzung besprochen. Reinhart Rohr, Peter Kaiser und Josef Martinz waren anwesend, auch sie waren nicht eingeladen. Auch Reinhart Rohr war mit der Meldung von Gstettner nicht einverstanden, er fühlte sich angegriffen. Auch Kollege Martinz meinte, dass die Wortmeldung ungeeignet war."
"Recht auf ein paar Tage Urlaub"
Auf die neuerliche Frage, ob er nicht als Landeshauptmann der offizielle Vertreter des Landes nach außen sei, sagte Dörfler, auch ein Landeshauptmann habe ein Recht auf einige Tage Urlaub. Er habe den Urlaub wegen der Regierungssitzung unterbrochen und war am Freitag im Ausland samt Wirtschaftsgesprächen.
Bei offizieller Gedenkfeier familiär verhindert
Dörfler sagte, er wisse noch nicht, ob er an der Gedenkveranstaltung am kommenden Samstag am ehemaligen KZ Loibl teilnehmen werde.

Am selben Tag werde seine Enkelin getauft, da wolle er dabei sein und dies stehe auch einem Landeshauptmann zu, so Dörfler.
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