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MI | 11.04.2012
Tropfen auf Spritze mit Wort "Doping" (Bild: dpa/Patrick Seeger)
SPORT
Dopinghandel: Kärntner Radsportler verhaftet
Ein Radsportler aus Kärnten ist wegen Dopinghandels in Wien festgenommen worden. Der 32-Jährige soll über einen längeren Zeitraum Dopingpräparate an andere Sportler weitergegeben haben.
Der Kärntner, der zuletzt in Oberösterreich unter Vertrag war, zählt in Österreich zur Radsportspitze.
Erste Festnahme in Österreich
Der gebürtige Kärntner wurde bereits in der vergangenen Woche in Wien inhaftiert. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Wien. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft. Der 32-Jährige ist der erste Sportler, der wegen Dopinghandels festgenommen wurde.

Er soll über einen längeren Zeitraum mit Dopingpräparaten - darunter auch mit dem Blutdopingmittel EPO - gehandelt haben. Nach dem neuen Anti-Doping-Gesetz drohen ihm bis zu drei Jahre Haft. Laut Bundeskriminalamt soll auch ein Wiener Apotheker festgenommen worden sein.
2008 bei Ö-Rundfahrt am Start
Der 32-Jährige gehörte zur österreichischen Radsportspitze und war im vergangenen Jahr auch für ein oberösterreichisches Team bei der Österreich-Rundfahrt am Start.

Die Kriminalpolizei sei im Zuge ihrer Recherchen zur Causa Zoubek auf ihn aufmerksam geworden, hieß es. Er war von Zeugen Ende 2008 beschuldigt worden, das künstlich hergestellte und illegal zu Blutdoping missbrauchte Hormon EPO weitergegeben zu haben.
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