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MI | 11.04.2012
Christian Scheider, Stadtrat Klagenfurt, Bürgermeisterkandidat BZÖ  (Bild: Stadtpresse)
CHRISTIAN SCHEIDER
Tennisspielender Sänger ist neuer Stadtchef
Seit Sonntag ist Klagenfurt "orange": BZÖ-Kandidat Christian Scheider gewann überlegen die Bürgermeister-Stichwahl. Der frühere Tennis-Profi war Zögling von Jörg Haider, ist begeisterter Hobbysänger und seit zwölf Jahren Stadtrat.
Tennislehrer von Jörg Haider
Christian Scheider wurde am 21. Februar 1964 in Klagenfurt geboren. Nach der Schulzeit absolvierte er die Heeressport- und Nahkampfschule in Wien. Er spielte Tennis auf Leistungsniveau und wurde sogar einmal österreichischer Jugendmeister (1978/Klasse C). Das Tennis brachte ihn auch mit Jörg Haider in Kontakt, dem er Unterricht gab.

1989 holte ihn Haider in die Landesregierung, zwei Jahre später wurde er zum persönlichen Sekretär Haiders, der den FPÖ-Chef zu allen Veranstaltungen begleitete. Privat traf man sich am Tennisplatz und zu Bergtouren.
Bürgernaher Hobbysänger
Albert Gunzer, Christian Scheider, beide BZÖ (Bild: ORF)
Als Politiker schätzt Scheider den Umgang mit den Bürgern. Privat ist er geschieden und Vater einer Tochter. Als seine Hobbys bezeichnet er Sport und Lesen. Mit den Fremdsprachen hat er es nicht so, er spricht "leidlich Englisch". Er hat kürzlich auch eine CD als Sänger aufgenommen, bei zahlreichen Wahlveranstaltungen griff er zum Mikrofon und schmetterte "O du mein Klagenfurt" in die Menge.

Wird er Bürgermeister, will er als erstes einen Kassasturz machen. Besonders am Herzen liegt ihm die Sozialpolitik - er führt auch seit langem das Sozialressort der Stadt.
Wechsel in die Stadtpolitik
1994 stieg Scheider zum Landesparteisekretär der Kärntner FPÖ auf, zwei Jahre später wurde er geschäftsführender Stadtparteiobmann in Klagenfurt. 1997 übernahm er die Obmannschaft von Karl-Heinz Grasser, zog in den Klagenfurter Gemeinderat ein und wurde Klubobmann.

Bei der Landtagswahl 1999 kandidierte er auch für das Landesparlament, zwei Jahre lang war er als Abgeordneter tätig. Im Mai 2001 legte er sein Mandat zurück, weil er in den Klagenfurter Stadtsenat einzog.
Christian Scheider, BZÖ (Bild: ORF)
Christian Scheider (Bild: APA) Parteiinterne Grabenkämpfe überstanden
Bei der Gemeinderatswahl vor sechs Jahren lief es für die FPÖ nicht so gut, man verlor einen Stadtratssitz und war im Gemeinderat nur noch drittstärkste Fraktion. Mario Canori wurde Vizebürgermeister, Scheider blieb Stadtrat. Im Herbst 2005 - wenige Monate nach der Gründung des BZÖ - platzte die Koalition mit der ÖVP, kurz darauf wurde Canori innerparteilich abmontiert, ihm folgte Albert Gunzer als Stadtrat.

Scheider überstand all diese internen Grabenkämpfe relativ unbeschadet und trat nun erfolgreich als Bürgermeisterkandidat gegen Harald Scheucher (ÖVP) und Maria Luise Mathiaschitz (SPÖ) an.
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