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MI | 11.04.2012
Geld (Bild: APA)
Politik
BZÖ verspricht 1.000 Euro Jugendstartgeld
Nach der Ankündigung, es werde künftig ein Pendlergeld geben, hat das BZÖ am Freitag auch die Einführung eines Jugendstartgeldes angekündigt. Jeder 16- bis 18-Jährige soll demnach 1.000 Euro ausbezahlt bekommen.
Sechs Millionen Euro budgetiert das Land für das Jugendstartgeld.
"Mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit"
Am Donnerstag hat das BZÖ bei der Vorstellung der Wahlkampagne erklärt, man habe genaue Zielgruppenerhebungen durchgeführt. Am Freitag wurde das Wahlzuckerl an die Jugend präsentiert.

Nach dem Modell des Pendlergeldes oder des Babygeldes komme nun das Jugendgeld, um den Teenagern "mehr Eigenständigkeit und mehr Unabhängigkeit" zu gegeben, sagte BZÖ-Obmann Uwe Scheuch: "Wir werden jedem jungen Kärntner und jeder jungen Kärntnerin zwischen dem 16. und dem 18. Lebensjahr 1.000 Euro 'Kärntner Jugendstartgeld‘ in die Hand geben. Dieses Geld ist dafür gedacht, dass sich die jungen Leute damit ihren Führerschein oder ihre Lehrabschlussprüfung, ihre erste Wohnungsstandgründung oder ihren ersten fahrbaren Untersatz finanzieren können."

Sechs Millionen Euro budgetiert das Land für das Jugendstartgeld: "Der Zukunftsfonds ist das geeignete Instrument dafür. Die Ausbezahlung des Jugendstartgeldes erfolgt unabhängig vom Einkommen der Eltern", erklärte Scheuch.
Kritische Reaktionen der anderen Parteien
Als plumpen Wählerkauf bezeichnete der Landessprecher der Grünen, Rolf Holub, die geplante Aktion. Für die ÖVP sagte Jugendsprecherin Julia Schaar, die Jugend brauche keine Almosen, sondern günstige Wohnungen und Lehrstellen.
Polit-Schlagabtausch um Polizei-Dienstposten
Landeshauptmann Gerhard Dörfler hat indes die Forderung bekräftigt, dass Kärnten mehr Polizisten benötigte. Er kündigte an, jene 200 Kärntner Polizisten, die in anderen Bundesländern arbeiten, zurückzuholen. Zusätzliche 100 Polizisten sollen ausgebildet werden und ebenfalls in Kärnten arbeiten, sagte Dörfler.

SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Schober kritisierte am Freitag, seine Partei kämpfe seit Jahren um mehr Personal. Der Mangel an Planstellen sei der früheren schwarz-blauen Regierung zu verdanken.
Dobernig: 150 Mio. Euro Konjunkturfonds
Landesrat Harald Dobernig präsentierte seinen Konjunkturfonds, der insgesamt 150 Millionen Euro umfasst. Konkret soll die Kärntner Wirtschaft mit 100 Millionen Euro an Haftungen und 50 Millionen Euro an Beteiligungen unterstützt werden. Das Land selbst wolle jedoch nicht Unternehmer werden, sagte Dobernig.
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