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MI | 11.04.2012
Mario Canori (Bild: Eggenberger)
POLITIK
Mario Canori ist FPÖ-Spitzenkandidat
Die FPÖ hat am Montag Mario Canori als Spitzenkandidaten für die Kärntner Landtagswahl am 1. März 2009 präsentiert. Der Klagenfurter Ex-Vizebürgermeister und Präsident des SK Austria Kärnten ist dafür aus dem BZÖ ausgetreten.
Auch als BZÖ-Kandidat gehandelt
Die Nominierung Canoris ist zweifellos eine Überraschung, zuletzt wurde gemutmaßt, dass Mathias Reichold Spitzenkandidat wird.

Zudem wurde der ehemalige Klagenfurter Vizebürgermeister und nunmehrige Präsident des Fußball-Bundesligisten SK Austria Kärnten in den vergangenen Wochen unter der Hand öfter als BZÖ-Spitzenkandidat für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl in Klagenfurt genannt. Nun tritt er überraschend für die FPÖ auf Landesebene an.

Canori wurde bereits im Landesparteipräsidium einstimmig zum Spitzenkandidaten gekürt, Montagfrüh hat er seine Mitglidschaft beim BZÖ gekündigt und ist in die FPÖ eingetreten.
Bundesparteichef Heinz Christian Strache und Mario Canori (Bild: APA/Eggenberger)
Massive Kritik an der ehemaligen Partei
"Ich habe große Sorge, dass es zu einer Verschiebung in Richtung Sozialismus in Kärnten kommt. Und ich bin beseelt davon, den Sozialismus zu bekämpfen", erläuterte Canori einen seiner Beweggründe.

Aber auch das Verhalten des BZÖ nach Haiders Unfalltod sei Grund: "Die Geschwindigkeit, mit der sich einige Personen im BZÖ das Erbe Haiders einverleibt haben, hat mich schwer getroffen. So wie das Verhalten gegenüber der Witwe Claudia Haider.

Auch halte er es für falsch, die Person des Landeshauptmannes und des Landesparteiobmannes zu trennen. Aber auch die, wie Canori sagt, Teilnahmslosigkeit des BZÖ gegenüber dem Fußballklub Austria Kärnten, der ja auch ein Erbe Haiders sei, habe ihn gestört. Er sei deswegen überzeugt, dass er nicht das letzte Parteimitglied sei, das das BZÖ verlässt.
Strache: "Haiders Erbe antreten"
Bei den Landtagswahlen gelte es, das freiheiltliche Erbe und das Erbe Jörg Haiders sicherzustellen, sagt FPÖ-Bundesparteichef Heinz Christian Strache am Montag.

Und Mario Canori, seit 25 Jahren ein Freiheitlicher und enger Weggefährte Jörg Haiders, sei der geeignete Mann dafür. Immerhin sei Jörg Haider sogar Canoris Trauzeuge gewesen und habe mit ihm viele Projekte umgesetzt. Als langjähriger Wegbegleiter Haiders sei er auch als "Integrationsfigur" in Richtung BZÖ zu verstehen.

Strache: "Er ist die beste Persönlichkeit. Er ist ein Manager mit Qualitäten, die der interimistische Landeshauptmann Gerhard Dörfler nicht hat. Das unmöglich Erscheinende wird mit Canori möglich. Letztlich geht es darum, einen roten Landeshauptmann in Kärnten zu verhindern."
Scheuch: Wähler entscheidet
Beim BZÖ gab man sich am Montag ob Canoris Kandidatur für die FPÖ gelassen: "Der Wähler wird am 1. März klar entscheiden, wem er es zutraut, Kärnten in den nächsten Jahren zu führen und zu gestalten", sagte BZÖ-Landesparteiobmann Uwe Scheuch.
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