Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Franz Koloini (Bild: ORF)
betrugsverdacht
Franz Koloini am Mittwoch erneut vor Gericht
Der ehemalige Prokurist des Fußball-Bundesliga-Vereins SK Austria Kärnten, Franz Koloini, muss sich am Mittwoch am Landesgericht Klagenfurt wegen versuchten schweren Betrugs verantworten.
Der Strafrahmen für versuchten schweren Betrug liegt bei einem bis zu drei Jahren Haft.
50.000 Euro von Canori verlangt
Koloini habe verucht, so die Anklage, im Dezember vergangenen Jahres dem Vereinspräsidenten Mario Canori 50.000 Euro herauszulocken. Koloini soll Canori gegenüber erklärt haben, er brauche die 50.000 Euro, um Schulden eines der Spieler der Mannschaft abzudecken.

Der Vereinspräsident befragte daraufhin den genannten Kicker, dieser bestritt sowohl, Schulden zu haben, als auch, Koloini um Geld gebeten zu haben. Einige Tage später trennte sich der Verein von seinem Prokuristen.
Bis zu drei Jahre Haft möglich
Am Mittwoch steht Koloini vor Richter Gerhard Pöllinger, der Strafrahmen beträgt für dieses Delikt (Betrug) bei einer Schadenssumme von unter 50.000 Euro ein bis drei Jahre. Da es exakt um 50.000 Euro Schaden geht, fällt Koloini noch in diesen Rahmen. Übersteigt der Schaden nämlich diese Grenze, dann beträgt der Strafrahmen bis zu zehn Jahre Haft.
Verurteilung wegen Bedrohung eines Geschäftsmannes.
Zu Geldstrafe verurteilt
Einige Wochen vor diesem Fall hatte der Ex-Protokollchef von Landeshauptmann Jörg Haider und Ex-Euro-Koordinator der Kärnten Werbung einen Geschäftsmann in einem Klagenfurter Lokal bedroht und musste deshalb im Februar 2008 vor Gericht.

Er bestritt die Vorwürfe bzw. gab an, er könne sich nicht mehr daran erinnern. Er wurde zu einer Geldstrafe von 2.700 Euro verurteilt, ein Verwandter, der den Geschäftsmann verprügelt hatte, erhielt vier Monate Haft bedingt. Beide nahmen das Urteil an.
Firmenkreditkarte der Kärnten Werbung
Ärger gab es für den mittlerweile 30-Jährigen auch in Zusammenhang mit der Kärnten Werbung. Dort soll er eine Firmenkreditkarte zum Begleichen privater Rechnungen verwendet haben, worauf der Geschäftsführer auf eine weitere Zusammenarbeit verzichtete. Das privat ausgegebene Geld musste Koloini auf Raten der Kärnten Werbung zurückzahlen.
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