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MI | 11.04.2012
Ehemaliges Jugenderholungsheim auf der Saualm (Bild: ORF)
asylwerber
Belegung von Saualpe-Heim geht weiter
Der designierte Landeshauptmann, Gerhard Dörfler (BZÖ) will an dem Heim für straffällig gewordene Asylwerber auf der Saualpe festhalten. Bis Mitte November sollen bis zu 30 Personen dort untergebracht und speziell betreut werden.
Auch ärztliche Betreuung vorgesehen
Acht Personen, zum Teil rechtskräftig verurteilt, sind derzeit in der Sonderanstalt auf der Saualm untergebracht. Betreut werden sie von einer Sozialarbeiterin und zwei bis drei Basisbetreuern, sagte der Flüchtlingsreferent des Landes, Gernot Steiner. Um noch mehr unterbringen zu können, muss durch die Betreibergesellschaft erst noch das Personal zusammengestellt werden.

Steiner: "Mit der Betriebs-GesmbH ist vertraglich vereinbart, dass ein psychologischer, psychotherapeutischer Dienst einzurichten ist. Weiters ein Sozialarbeiterbereich und ein ärztlicher Dienst mit Krankenschwester."
Statt der derzeit acht sollen 25 bis dreißig Personen auf der Saualm betreut werden, sagte Steiner. Die Belegung sollte ca. bis Mitte November abgeschlossen sein.
Gernot Steiner; Flüchtlingsreferat Land Kärnten (Bild: ORF) "Asylwerber kann sich Quartier nicht aussuchen"
Der Vorwurf, etwa des UN-Flüchtlingskommissariats, dass eine rechtskräftige Verurteilung der Asylwerber vor ihrer Unterbringung in der Sonderanstalt gar nicht abgewartet werde, gehe ins Leere, sagte Steiner.

Bei dem Quartier gehe es lediglich um eine Unterbringung: "Man muss davon ausgehen, dass der Asylwerber grundsätzlich keinen Anspruch auf ein gewisses Quartier hat. Es liegt in der Entscheidungskompetenz des Landes, Quartiere vorzusehen. Es gibt auch in anderen Bundesländern Quartiere, die etwas entlegener sind. Wir versuchen mit diesem Quartier für diese dort wohnenden Personen eine stärkere Betreuung durchzuführen, was wir in den anderen 35 Quartieren nicht können.
Aberkennung von Asylrecht nach Urteil
Jener 17 Jahre alte Tschetschene, der in Klagenfurt am Wochenende auf einer Toilette eine junge Frau belästigt haben soll, wäre genau ein Fall für die Saualm, sagte Steiner. Doch der junge Mann sei bereits asylberechtigt. Das Land habe bereits beim Bundesasylamt ein Asylaberkennungsverfahren beantragt. Für eine Aberkennung, sei, so Steiner, eine rechtskräftige Verurteilung Voraussetzung.
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