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MI | 11.04.2012
Kondolenzbuch Jörg Haider (Bild: APA/ Hans Klaus Techt)
REGIERUNG
Trauersitzung für Jörg Haider
Nach dem Unfalltod von Landeshauptmann Jörg Haider sind die Mitglieder der Landesregierung Samstagnachmittag zu einer Trauersitzung zusammengekommen.
Rosenstrauß auf Haiders Platz
Die Regierung hatte sich im Spiegelsaal versammelt, das Protokoll wurde gebrochen - erstmals war eine Regierungssitzung zumindest teilweise öffentlich. Der Sessel von Jörg Haider blieb leer, an seinem Platz lag ein Rosenstrauß in Gelb-Rot-Weiß auf einer ausgebreiteten Landesfahne.

Nach einleitenden Worten des amtsführenden Landeshauptmannes Gerhard Dörfler wurde gemeinsam mit Diözesanbischof Alois Schwarz und Superintendent Manfred Sauer ein Gebet gesprochen.
Kondolenzbuch Jörg Haider (Bild: APA/ Hans Klaus Techt)
Nach dem Segnen des Kondolenzbuches haben sich die Mitglieder der Landesregierung darin eingetragen.
Geistliche würdigen Haider
Bischof Schwarz würdigte Haider als außergewöhnliche Persönlichkeit. Schwarz meinte, er richte seinen Dank an Gott "für diesen Menschen, der uns so kostbar und so nahe war". Er vertraue darauf, dass Gott ihn besser kenne "als wir alle", sagte der Bischof, der den Verstorbenen als "Mensch, der mit Leidenschaft gelebt hat", bezeichnete.

Superintendent Manfred Sauer sagte, der Tod greife mitten im Leben ein und mache den Umgang damit so noch schwerer. Haider sei in den vielen Nachrufen als Mensch mit Charisma gewürdigt worden, sagte Sauer. Charismen seien Geistesgaben, die Haider besessen und auch genützt habe. Sauer: "Unser Land verliert eine große Persönlichkeit."
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