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MI | 11.04.2012
Christine Lavant Lyrikpreis (Bild: Eggenberger)
Kultur
Christine-Lavant-Preis vom Land reaktiviert
Fünf Jahre lang war es still um den Christine-Lavant-Preis, jetzt wird es den Lyrik-Bewerb wieder geben: Nach finanziellen Schwierigkeiten in der Vergangenheit, kommt heuer vom Land Kärnten eine Förderung in der Höhe von 10.000 Euro.
Lyrik muss um Anerkennung kämpfen
Zeitgemäß, sinnlich und prägnant - trotzdem ist die Lyrik immer noch ein Stiefkind, was die Anerkennung durch die Öffentlichkeit anbelangt. Lange musste der Kulturbeirat des Landes Kärnten um eine Wiedereinführung des Christine Lavant-Preises kämpfen, heuer ist ihm das geglückt.
"Eine der wesentlichen Früchte der Literatur"
Arno Russegger (Bild: Eggenberger)Arno Russegger vom Kulturbeirat des Landes sagte dazu am Dienstag auf einer Pressekonferenz im Klagenfurter Musilhaus:

"Ich sehe das als eine der wesentlichen Früchte im Bereich der Literatur, die insgesamt in Kärnten nicht so großartig gefördert wird. Wenn sie den Landeskulturbericht 2007 anschaun, dann sehen sie, dass die Literatur nach wie vor das Stiefkind ist, vielleicht wird es durch diesen Preis im Jahr 2008 wieder etwas besser aussehen".
Zwei Autoren kommen aus Österreich: Jani Oswald und Bettina Balaka.
Neun aus 144
144 Autoren reichten ihren Arbeiten für den Bewerb ein, neun wurden ausgesucht, vor Jury und Publikum zu treten. Sechs kommen aus Deutschland, zwei aus Österreich und einer aus der Schweiz. Unter ihnen finden sich namhafte Autoren wie Bettina Balaka, Ulrike Draesner oder Jani Oswald, der sich übrigens nicht selbst zum Bewerb anmeldete, sondern von der Jury vorgeschlagen wurde.

Letztere wurde auf drei Personen reduziert: Die Germanistin Anke Bosse, Gerhard Moser von Ö1 und die Preisträgerin des Jahres 2003, Barbara Hundegger, werden die Diskussionen nach den Lesungen bestreiten. Man darf also auf spannende Diskussionen gespannt sein.
Vermittlung von Literatur im Mittelpunkt
Kulturstadtrat Albert Gunzer, Organisator Hanns Lintschnig und Arno Russegger) Bild: Eggenberger)
Mit neuem Konzept, einer namhaften Jury und hohem literarischen Niveau soll der Bewerb eine dauerhafte Einrichtung in Kärnten werden. Anders als beim Bachmannpreis, wird nicht der Wettbewerb, sondern die Vermittlung von Literatur im Mittelpunkt stehen.

Im Bild: Kulturstadtrat Albert Gunzer, Hanns Lintschnig von der Christine Lavant-Gesellschaft und Arno Russegger vom Kulturbeirat des Landes Kärnten.
Land Kärnten sponsert den Hauptpreis
Der Hauptpreis mit 10.000 Euro kommt von der Kulturabteilung des Landes Kärnten, der "Raika-Preis" ist mit 3.500 Euro dotiert. Gestrafft und flexibler als in der Vergangenheit, soll der Bewerb in Zukunft alle zwei Jahre durchgeführt werden. Von Kulturstadtrat Albert Gunzer vom BZÖ gab es am Dienstag dafür die Zusage von der Politik.
Gunzer: "Dauerhafte Einrichtung wichtig"
Albert Gunzer (Bild: Eggenberger)Stadtrat Albert Gunzer: "Es ist wichtig, den Christine Lavant-Preis als dauerhafte Einrichtung zu installieren.

Wenn dieses Signal von den Organisatoren kommt, dann ist die Politik die letzte, die daran nicht teilnimmt".
Die Autoren
Folgende Autoren nehmen teil: Bettina Balaka (A), Daniela Danz (D); Ulrike Draesner (D); Barbara Maria Kloos (D), Jani Oswald (A), Silke Peters (D); Tobias Sommer (D); Ron Winkler (D); Kathy Zarnegin (CH).
Christine Lavant-Preis in Wolfsberg
Stattfinden wird der Lavant-Lyrik-Preis am 26. und 27. September im Rathaus der Stadt Wolfsberg, der Eintritt ist frei. Moderiert wird die Veranstaltung von der Organisatorin des Bachmannpreises, Michaela Monschein. Die Veranstaltung beginnt jeweils um 19.00 Uhr im Festsaal des Rathauses, die Preisvergabe erfolgt noch am Samstagabend.

Am Samstag um 11.00 Uhr liest Gernot Ragger aus dem Buch "Mein Cafe" von Gabi Russwurm und Gerhard Maurer im Cafe "Orpheo"
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