Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Andrea Kdolsky (Bild: APA)
Andrea Kdolsky.
JUSTIZ
Familienministerin verteidigt OGH-Urteil
Familienministerin Andrea Kdolsky (ÖVP) verteidigte am Freitag das umstrittene OGH-Urteil nach einer übersehenen Behinderung bei einer Schwangerschaftsuntersuchung in einem Kärntner Spittal: "Das Urteil macht ein Kind nicht zum Schadensfall".
Qualität der Untersuchung nicht ausreichend
In einer Stellungnahme gegenüber der APA sagte Kdolsky: "Das Urteil macht nicht das behinderte Kind zum Schadensfall, sondern stellt fest, dass die Untersuchung offenbar nicht in der erforderlichen Qualität durchgeführt wurde".

Den Eltern sei keine geeignete Entscheidungsgrundlage zur Verfügung gestanden.
Entscheidung für ein behindertes Kind liegt bei der Familie.
"Staat darf sich da nicht einmischen"
"Als Ärztin weiß ich, in welcher Situation die Kollegen sind, die oft ethisch und moralisch schwierige Entscheidungen über Leben und Tod treffen müssen", so Kdolsky. Im Fall der pränatalen Diagnostik bleibe jedoch nur die Verantwortung, die Untersuchung gewissenhaft durchzuführen und die Eltern voll über Risiken aber auch Chancen aufzuklären.

Die Entscheidung für ein behindertes Kind sei eine ganz individuelle der Familie, so Kdolsky - "hier darf sich der Staat nicht einmischen."
Finanzielle Entlastung für Betroffene
Wie in vielen Fällen der Familienpolitik könne die Politik nur die Rahmenbedingungen vorgeben, so Kdolsky zum bekanntgewordenen Fall. "Über die Akzeptanz und Selbstbestimmung hinaus müssen wir Familien mit behinderten Kindern bestmöglich finanziell entlasten."
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