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MI | 11.04.2012
Hans Piccottini Archivbild (Bild: ORF)
Villach
Hans Piccottini ist tot
Der Villacher Maler und Bildhauer Hans Piccottini (64) ist am Montag seinem Krebsleiden erlegen. LH Jörg Haider (BZÖ) lobte Piccottini als "profilierten und international anerkannten Künstler".
Dozent, Lehrer und Künstler
Piccottini (Jahrgang 1943) hatte nach dem Besuch der Höheren Technischen Bundeslehranstalt für Hochbau in Villach die Meisterschule für Malerei in Graz bei Professor Rudolf Szyszkowitz und danach die Akademie der Bildenden Künste Wien bei Professor Sergius Pauser absolviert.

Einen Namen machte sich Piccottini als Dozent an der internationalen Sommerakademie in Salzburg sowie bei der Restaurierung historischer Objekte. Piccottini unterrichtete bis 2003 auch an der HTL Villach.

Zu den wichtigsten künstlerischen Aussagen Piccottinis zählen die zehnteilige, großformatige Kärntner Ortstafel-Dokumentation und die 15-teilige Kreuzwegdarstellung. Die Vereinigung polnischer Architekten hat die von Piccottini gestaltete, 400 Meter lange Fassade des Hotels Sobieski als die beste Architektur von Warschau ausgezeichnet. Der Künstler, der in Treffen bei Villach lebte, hat zahlreiche Ausstellungen in Österreich und in vielen Ländern Europas organisiert und sich daran beteiligt.
Abschied und Auferstehen
Mit seinen Werken habe Piccottini nicht zuletzt eine Möglichkeit gefunden, über Schmerz und Leid hinauszuweisen. Über sein Werk "Auferstehung" in der Aufbahrungshalle unterhalb der Tiffener Wehrkirche sagte er: "Diese Arbeit ist für mich sehr wichtig ... Ich hab mir die Aufgabe gestellt, das Abschiednehmen und die Auferstehung eines Menschen, eines Bauern, eines Arbeiters darzustellen, der nur einen Nachweis erbringen kann, den Nachweis der Redlichkeit, der Friedfertigkeit, damit schafft er den Eintritt".
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