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MI | 11.04.2012
Pyramidenkogel (Bild: ORF)
Der alte, desolate Turm
neubau
Finanzierung für Pyramidenkogel-Turm offen
Eigentlich sollte der alte Aussichtsturm auf dem Pyramidenkogel nach dem Sommer abgetragen und danach mit dem Neubau begonnen werden. Doch die Finanzierung für den neuen Turm ist noch nicht gesichert.
Verzögerungen beim Baubeginn
Die Gemeinde Keutschach und das Land Kärnten haben große Pläne für den Pyramidenkogel. Aber momentan fehlt es offenbar noch am Geld. Der alte Aussichtsturm ist desolat und soll nach der kommenden Sommersaison abgetragen werden. Der Baubeginn für den neuen Turm, eine Konstruktion aus Holz und Stahl, dürfte sich jetzt aber verzögern. Die Finanzierung des Zehn Millionen- Euro-Projektes ist nämlich noch immer nicht gesichert.
Pyramidenkogel_neu (Bild: ktn.gv.at)
Die Holz-Stahl-Konstruktion der Wettbewerbsieger.
Bau im Herbst nicht mehr möglich
Im Klagenfurter Architekturbüro Klaura und Kaden, das mit seinem 100 Meter hohen Turm-Entwurf aus Holz und Stahl den Architekturwettbewerb gewonnen hat, ist man bereit. Lieber heute als morgen würde man mit den Planungsarbeiten beginnen, aber es gibt noch immer keinen Auftrag von der Gemeinde Keutschach. Der geplante Baubeginn im kommenden Herbst ist aus seiner Sicht nicht mehr möglich, sagte Markus Klaura vom Architektenteam.

"Wir brauchen unbedingt ein Jahr Planungszeit zur Umsetzung. Wir erwarten quasi täglich den Auftrag, aber es tut sich wenig."
Absichtserklärung des Landes vorhanden
Derzeit werde mit dem Land intensiv verhandelt, heißt es aus der Gemeinde Keutschach. Immerhin kündigte Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) bei der Präsentation des Projektes im vergangenen Sommer eine Finanzierung des Aussichtsturms über die Kärntner Tourismusholding an.

Im Vorjahr wurden 105.000 Besucher am Turm gezählt, die den Blick über den Wörthersee und Kärnten genossen. Der neue Turm samt Turmkaffee in 70 Meter Höhe und Europas größter Rutsche soll 200.000 Besucher anlocken. Sobald die Gemeinde Keutschach grünes Licht gibt, werden die Architekten mit der Detailplanung beginnen.

Klaura: "Wir müssen ca. 3.500 Stunden in die Planung investieren, es kommen Nebenplanungen, Statik, Elektro, Sanitär noch dazu. Ein gehöriger Aufwand."

Dazu kommt noch, dass für den neuen Aussichtsturm noch eine ganze Reihe von behördlichen Genehmigungen eingeholt werden müssen, was ebenfalls einige Zeit dauern wird, sagte Klaura.
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