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MI | 11.04.2012
Hydrantenmessgeraet (Bild: MTA)
MTA-Messtechnik
Innovationspreis für Hydrantenmessgerät
Die Firma MTA-Messtechnik St. Veit hat den heurigen Innovations-und Forschungspreis des Landes erhalten. Sie entwickelte ein Hydrantenmessgerät, das der Feuerwehr vor einem Einsatz sagen kann, wo und wie viel Löschwasser zur Verfügung steht.
Übungsgelände für Mitarbeiter
Die MTA-Messtechnik in St. Veit an der Glan hat sich zum Kompetenzzentrum für Trinkwasser und Abwasserforschung entwickelt. Die Firma besteht seit dem Jahr 2002 und beschäftigt sechs Mitarbeiter. Rund 2.500 Meter Rohre wurden auf dem Firmengelände verlegt. Hier können alle Störfälle nachgestellt und an den Leitungssystemen geübt werden.

Der Hintergrund der Erfindung: Betreiber von Wasserversorgungsunternehmen sind verpflichtet, die Löschwassermenge der Hydranten der Feuerwehr bekanntzugeben und regelmäßig zu überprüfen. Bisher gab es aber kein entsprechendes Gerät dazu. Deshalb hat die MTA-Messtechnik gemeinsam mit einer Kärntner Elektrotechnikfirma und einem Kärntner Softwareunternehmen das neue Produkt entwickelt.
"Es gab keine vernünftigen Messgeräte"
MTA-Geschäftsführer Marko Taferner: "Es waren keine vernünftigen Geräte am Markt. Wir haben uns mit Hydrantenherstellern und Feuerwehren Gedanken gemacht, wie man das Problem vernünftig lösen kann. Im Lauf von zwei Jahren Entwicklung ist es zu diesem Produkt genommen."

"Wir können jetzt damit den Ruhedruck in Rohrleitungsnetzen messen, den Fließdruck und die bereitstehende Löschwasserkapazität in Litern pro Minute und auch die GPS-Koordinaten werden aufgenommen, um weitere Löschwasserpläne zu erstellen. Sie wissen heute schon auf dem Weg Einsatzort, wo sind die Hydranten und was steht an Löschwasser zur Verfügung."
Europaweiter Einsatz
Das Gerät hat sowohl für Gemeinden als auch für die Feuerwehren große Bedeutung. Die Feuerwehren können gezielte Löschangriffe durchführen, sagte Koordinator Heinz Schreiber: "Es ist eine Innovation am Markt. Es können zum ersten Mal geeichte Messungen durchgeführt werden. Es ist nach unseren Untersuchungen europaweit einzigartig. Dieses Gerät gibt der Feuerwehr die Möglichkeit, gezielte Löscheinsätze durchzuführen."

Die Entwicklungskosten betrugen etwa 270.000 Euro. Derartige Messwagen stehen mittlerweile bei Philipps in Klagenfurt, den Wiener Gaswerken, sowie in Kassel, Luxemburg und Kopenhagen. Ein Prüfgerät kostet ca. 50.000 Euro.
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