Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Jörg Haider im Sommergespräch (Bild: ORF/Anton Wieser)
Al Kaida
Haider will Islam-Unterricht kontrollieren
Die Festnahme dreier mutmaßlicher Al Kaida Mitglieder in Wien ist für LH Jörg Haider (BZÖ) ein Beweis, dass Warnungen vor einem gefährlichen Islamismus in Österreich zutreffen. Er will nun dem Islam-Unterricht stärker kontrollieren.
Haider sieht die Integration gescheitert. Nur noch Kontrolle könnte helfen.
"Anpassung statt Integration"
Für Haider ist die Festnahme der Beweis, dass Integration nicht greift. Denn die Personen seien Österreicher, meist schon in der zweiten oder dritten Generation. Er fordert daher nicht Integration, sondern Anpassung. Dies sei nur durch mehr Kontrolle erreichbar.

Haider erweiterte am Donnerstag angesichts der Ereignisse seine Forderungen bezüglich Verbot von Moscheen und Kopftuch um einen Punkt. Er will den Islam-Unterricht in den heimischen Schulen stärker kontrolliert wissen und strebt eine Änderung des Religions-Unterrichtsgesetzes an.

Haider: "Wir haben dieses Beispiel in St. Ruprecht erlebt, wo eine Schulklasse von Achtjährigen einen Spaziergang macht und die muslimischen Kinder - es gibt da ja viele in St. Ruprecht - sagen, sie gehen an der evangelischen Kirche nicht vorbei. Sie hassen diese Kirche. Frage, wer bringt ihnen so etwas bei? Dort ist ein muslimischer Hassprediger tätig gewesen."
Laut Haider soll es sich nicht um Zensur handeln. Man wolle nur die Personen stärker überprüfen, die in den Schulen unterrichten.
Hintergrund der Lehrer stärker kontrollieren
Lehrer und Unterricht sollen stärker kontrolliert werden. Haider: "Das Religionsunterrichtsgesetz ist die Urquelle dafür, dass wir heute Hassprediger in Österreich haben, die die Jugendlichen der zweiten Generation aufhetzen und irreführen.

Seine Forderung nach Kontrolle sei aber laut Haider keine Zensur: "Das ist damit nicht angedacht. Es ist einfach eine Überprüfung der Persönlichkeit, des Hintergrundes und der Herkunft der Personen, die an unseren Schulen tätig sind, notwendig."

"Es kann nicht sein, dass die Sicherheitsbehörden sagen, es gibt massive Vorbehalte gegen den Herrn X, der gehört einer Moslembruderschaft an, aber man kann nichts machen, weil er von der islamischen Glaubensgemeinschaft als Religionslehrer vorgeschlagen wurde - also ist er von der Republik Österreich zu finanzieren."
Ganz Österreich
Kärnten News

 
TV-Programm TV-Thek Radio Österreich Wetter Sport IPTV News