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MI | 11.04.2012
Michaela Monschein, Willy Haslitzer (Foto: Johannes Puch)
Bachmannpreis
Klagenfurt wird Literaturhauptstadt
Am Dienstagabend wurden in Klagenfurt die Details zum diesjährigen Bachmannpreis präsentiert. Die neunköpfige Jury hat zwei neue Mitglieder, unter den Autoren befinden sich diesmal drei Österreicher.
Vom 23. Juni bis 1. Juli wird Klagenfurt wieder zur Hauptstadt der Literatur.
Wieder ein Highlight: Rede zur Literatur
Im Juni wird Klagenfurt wieder zur Literaturhauptstadt. Am 23. Juni wird der Reigen der Veranstaltungen mit "Reden über Ingeborg Bachmann" eröffnet. Am 24. Juni werden der österreichische Staatspreis für Übersetzer (Translatio) übergeben, und der elfte Klagenfurter Literaturkurs eröffnet.

Die Lesungen um den Bachmannpreis finden vom 28. Bis 30. Juni statt, zur Eröffnung wird der in Köln geborene Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil die traditionelle "Rede zur Literatur" halten. Für Spannung wird dann die Preisverleihung am 1. Juli sorgen.
Präsentation TDDL 2007 (Foto: Johannes Puch)
ORF-Landesdirektor Willy Haslitzer, Designer H. P. Maya, Organisatorin Michaela Monschein, Kulturstadtrat Albert Gunzer und Literaturkursorganisator Heimo Strempfl bei der Präsentation der diesjährigen Veranstaltungsreihe.
"Warum wir Klagenfurt so lieben"
Die Klagenfurter Rede zur Literatur von Hans-Josef Ortheil habe einen vielversprechenden Titel, meint die Organisatorin der Veranstaltung Michaela Monschein:

"Die achte Klagenfurter Rede der Literatur wird einen Titel haben, der sehr schön ist 'Warum wir Klagenfurt so lieben'. Ich versichere, wir haben Herrn Ortheil den Titel nicht nahegelegt. Es war ihm ein Anliegen, Klagenfurt auch von einem positiven Standpunkt zu sehen."
Albert Gunzer (Bild: Johannes Puch) "Klagenfurt fördert die Literatur"
Kulturstadtrat Albert Gunzer meinte am Dienstagabend, dass er in seiner Funktion die Literatur auch lebe.

"Ich habe sehr viel übrig für die Literatur. Wir machen während des Jahres viele Literaturveranstaltungen und man kann absolut nicht davon ausgehen, dass sie unterbemittelt ist. Selbstverständlich wird sie gefördert. Natürlich kann es immer mehr sein, das ist keine Frage."
michaela Monschein, Organisatorin (Foto: Johannes Puch)
Michaela Monschein ist die Organisatorin der Tage der deutschsprachigen Literatur.
Verjüngungskur bei der Jury
Michaela Monschein präsentierte am Dienstag im Robert-Musil-Institut eine Verjüngungskur: Der Schweizer Semiotiker André Vladimir Heiz und der junge deutsche Literaturkritiker Ijoma Mangold wurden als Neo-Juroren vorgestellt, wobei Mangold mit seinen 36 Jahren einer der Jüngsten ist, die jemals dem erlauchten Kreis der Jury angehörten.
Drei Österreicher unter den Autoren
Unter den 18 Autoren, die sich diesmal der Jury stellen und um den mit 25.000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis lesen, befinden sich drei Österreicher: Thomas Stangl, Michael Stavaric und Andrea Grill.
Thomas Stangl (Foto: Almut Tina Schmidt)
Thomas Stangl
Thomas Stangl - ein Senkrechtstarter
Der 41-Jährige Wiener Thomas Stangl wurde von Iris Radisch vorgeschlagen. Er schreibt Essays,, Rezensionen und Prosatexte für Tages- und Literaturzeitungen. Stangls Debütroman "Der einzige Ort" wurde begeistert aufgenommen.

Die FAZ bezeichnete das Werk als "grandiosen Roman", die Zeit schrieb von einem "furiosen Debüt". In seinem zweiten Roman "Ihre Musik" (2006) überzeugt ebenfalls die stilistische Sicherheit des Autors.
Michael Stavaric (Foto: Marko Lipus)
Michael Stavaric
Kritiker waren begeistert von Michael Stavaric
Der Debütroman "stillborn" des in Wien lebenden gebürtige Tschechen Michael Stavaric wurde von den Kritikern begeistert aufgenommen. Es handelt sich um eine schwarze Komödie über Brandstiftung und lang zurückliegende Mädchenmorde.

Das Schaf Grete, Herr Lüttich der Sittich, Wassili das Pferd aus Russland oder Pjotr, der Frosch aus Lubosz geben in dem Kinderbuch "Gaggalagu" den Ton an und der in diesem Jahr erschienene Roman "Terminifera" scheint an die Erfolgswelle des Autors anzuknüpfen.

"Wie stillborn ist auch Terminifera kein schwacher, sondern ein eigenwilliger und auf seine Weise fast perfekter Roman", schrieb Karl-Markus Gauss in der Neuen Züricher Zeitung.
Andrea Grill (Foto: L.E.L. Raijmann)
Andrea Grill
Das erste Buch der studierten Biologin Andrea Grill, die derzeit in Bologna lebt und als Übersetzerin aus dem Albanischen arbeitet, war ein "Familienalbum" mit dem Titel "Der gelbe Onkel".

In ihrem Debüt versammelt Andrea Grill Porträts, die von den Mitgliedern einer Familie erzählen. Der bildsprachlich originelle Ton dieser Porträtgalerie fand bei der Kritik überwiegend positive Aufnahme.

In diesem Jahr erschien ihr zweiter Roman "Zweischritt".
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