Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
FC-Superfund-Pasching-Präsident Grad bei der Bekanntgabe des Abstimmungsergebnisses (Bild: APA/Rubra)
Fusion fix
Bundesligist Pasching übersiedelt nach Kärnten
Kärnten hat ab der kommenden Saison einen Fußball-Bundesligisten: Der FC Superfund Pasching wird ab der kommenden Saison mit neuem Vereinssitz und neuem Namen in Kärnten spielen.
Nur vier Gegenstimmen
Bei der entscheidenden Generalversammlung am Donnerstagabend in Pasching gab es von 70 erschienenen Stimmberechtigten nur vier Gegenstimmen für den Verbleib in Oberösterreich.

Eigentlich ging es nur um die Änderung eines Satzes im Vereinsstatut, freilich mit großen Auswirkungen. Wirksam wird der neue Satz "Der Sitz des Vereins ist in Klagenfurt" mit 1. Juni 2007.
Franz Grad, Präsident FC Superfund Pasching (Bild: APA) Grad: "Die gesamte Liga freut sich"
"Es freut sich die gesamte Liga, weil ein neues Bundesland dazugekommen ist, das in der Lage ist, ein Stadion zu füllen. Ich gestehe ein, dass das bei uns nicht möglich war", war die erste Reaktion des Präsidenten Franz Grad, der ebenso wie Geschäftsführer Manfred Winkler bei einer Generalversammlung in Kärnten die Agenden endgültig übergeben wird.
Mario Canori, FPÖ, FCK neu (Bild: Eggenberger) Canori lobt "geschichtsträchtige" Entscheidung
Auch der künftige FC-Kärnten-Präsidenten Mario Canori zeigte sich gegenüber der APA sehr erfreut: "Auch weil die über 1.000 Arbeitsstunden der vergangenen drei Monate nicht umsonst waren." Man werde den SV Pasching mit offenen Armen empfangen.

"Diese Kombination wird Fußballgeschichte schreiben. Der finanzielle Background ist ja bereits gesichert, einige Spieler sind mit Vorverträgen gebunden. Jetzt geht die Arbeit erst richtig los", gab sich Canori voller Tatendrang.

Der neue Kärntner Klub wolle einen Beitrag zum österreichischen Fußball leisten, vor allem "im nicht gerade fußballverwöhnten Süden, damit meine ich auch die Steiermark", meinte Canori in Anspielung auf die Probleme der beiden Grazer Großvereine.
Landeshauptmann Jörg Haider, BZÖ (Bild: ORF) Haider: "Jetzt geht's los"
Mit einem Freudenschrei und einem "Jetzt geht's los" reagierte Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) auf die Nachricht aus Pasching, dass die Generalversammlung der Übersiedlung nach Kärnten zugestimmt hat.

Wie in einem Fußballspiel habe man in die Verlängerung gehen müssen und nun im Elfmeterschießen einen riesigen Erfolg für Kärntens Sport erzielt, erklärte Haider.

"Jetzt ist der Jubel und die Freude in Kärnten grenzenlos. Mit dem heutigen Tag ist ein großer Traum, die große Fußballvision für Kärnten Wirklichkeit geworden", sagte der Landeshauptmann.
Die Zukunft des FC Superfund Pasching
Wie geht es nun mit dem FC Superfund Pasching weiter? Man wird freilich die drei ausständigen Bundesliga-Runden noch spielen. Das letzte Kapitel der Geschichte "Bundesliga und Pasching" wird am 20. Mai geschrieben, wenn die Oberösterreicher zu Hause Sturm Graz zum Abschiedsspiel empfangen. Die Paschinger werden dann insgesamt 180 Bundesliga-Spiele absolviert haben.
Canori will Frauenanteil im Stadion erhöhen
In Verbindung mit dem neuen Stadion für die Euro 2008 soll ein neuer Fußballboom in Kärnten ausgelöst werden.

Eines der Ziele von Präsident Canori, der sich ja bereits die Dienste von Trainer Walter Schachner gesichert hat, ist es, den Frauenanteil im Stadion deutlich zu erhöhen.
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