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MI | 11.04.2012
Franz Rieser (Bild: ORF)
Chronik
Wagner-Attentäter Franz Rieser gestorben
Der Wagner-Attentäter Franz Rieser ist tot. Er verstarb im 80. Lebensjahr. Rieser hatte im Jahr 1987 Kärntens Landeshauptmann Leopold Wagner (SPÖ) in einem Klagenfurter Restaurant durch zwei Schüsse lebensgefährlich verletzt.
Beerdigung im engsten Familienkreis
Laut Kärntner Medienberichten vom Samstag starb der frühere Hauptschullehrer aus Ferlach nach längerem Leiden und wurde im engsten Familienkreis in Kappel an der Drau beerdigt.
Schüsse in Toilette eines Gasthauses
Die Schüsse auf seinen ehemaligen Schulfreund Wagner gab Rieser in der Toilette eines bekannten Klagenfurter Gasthauses ab, Grund für das Attentat war eine schulische Nachbesetzung. Rieser fühlte sich übergangen und stellte den Landeshauptmann mit der Waffe in der Hand zur Rede.

Als Wagner ihm den Revolver entreißen wollte, feuerte Rieser zwei Mal auf ihn. Rieser wurde am Klagenfurter Landesgericht vom Mordversuch freigesprochen und in einem zweiten Verfahren in Innsbruck zu nur drei Jahren Haft verurteilt.
Tat war als Körperverletzung, nicht als Mordversuch gewertet worden.
Wagner leidet bis heute an den Folgen
Wagner überlebte zwar, zog sich aber ein Jahr nach dem Anschlag aus der Politik ins Privatleben zurück. Er leidet bis heute an den Folgen des zweiten, gezielten Bauchschusses.

Wagner konnte es nie verwinden, dass ein Anschlag auf einen Politiker nur als absichtliche schwere Körperverletzung bewertet worden war.

Wagner, der die Geschicke Kärntens von 1974 bis 1988 leitete, wird am 4. Dezember 2007 seinen 80. Geburtstag feiern.
Nach 34 Monaten aus Haft entlassen
Rieser wurde nach nur zwei Jahren und zehn Monaten aus der Haft entlassen. Er führte nach seiner Haftstrafe einige Jahre eine Galerie und lebte ein zurückgezogenes Leben. Er war durch seine wallenden weißen Haare und seinen langen Bart eine auffallende Erscheinung.
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