Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Symbolphoto (Bild:ORF)
WIRTSCHAFTS-KOOPERATION
Kärnten und Bosnien wachsen zusammen
Die Kärntner Wirtschaft investiert massiv in Bosnien-Herzegowina: Das Skigebiet Jahorina soll mit Hilfe der Hypo Alpe Adria fit für die Winterspiele 2018 gemacht werden, das Land hilft beim Aufbau eines Umweltprogramms zur Luftgüte-Messung.
Infrastruktur und Tourismus haben durch den Krieg massiv gelitten.
Vom olympischen Glanz ist wenig übrig
In Sarajevo erinnert nur noch ein Turm mit den fünf olympischen Ringen an die ausgetragenen Winterspiele von 1984. Er überragt einen Friedhof, auf dem viele Opfer jenes Krieges liegen, der das Land an den Rand des Zerfalls brachte.

Die Infrastruktur sowie der gesamte Tourismus haben massiv gelitten. Hotelruinen sind zwar ein seltener Anblick, doch die Bettenkapazitäten sind gering und die Hotels veraltet.
Hypo Alpe Adria plant Investition von 100 Millionen Euro.
Pistenlänge soll verfünffacht werden
Gleiches gilt für die Liftanlagen, die auf dem Skigebiet "Jahorin" bereits mehr als zwanzig Jahre alt sind. Außerdem sind nur zwanzig Kilometer Pisten vorhanden.

Die Hypo Alpe Adria hat ehrgeizige Pläne: Diese Kapazität soll langfristig auf 100 Kilometer gesteigert werden. Der Entwurf des Tourismus-Masterplans sieht Investitionen von 100 Millionen Euro vor.
Hypo-Fernziel: Winterspiele 2018
"Fernziel ist, dass die Jahorina für eine Kandidatur für die Winterspiele 2018 bereit ist", sagte der Sprecher der Hypo Alpe Adria, Alexander Petritz.
Preise in Bjelasnica: 1.500 Euro pro Quadratmeter
Teure Appartments bereits zur Hälfte verkauft
Dass der Wintersport in Bosnien ein Markt ist, zeigt das Skigebiet Bjelasnica. Hier finanziert die Hypo 300 Appartments - trotz eines Quadratmeterpreises von 1.500 Euro ist die Hälfte bereits verkauft.
Kärnten liefert Technik zur Luftgüte-Messung
Die wachsende Kaufkraft weckt auch das Bewusstsein für den Umweltschutz. Hier unterstützt das Land Kärnten Sarajevo mit einer mobilen Messstation, um drei Wochen lang Luft- und Feinstaubbelastung zu messen.

Die Daten werden online nach Klagenfurt übertragen und dort ausgewertet. Einige Geräte zur Luftgütemessung, die in Kärnten ausgemustert wurden, sollen Sarajevo zur Verfügung gestellt werden. Diese können in Sarajevo noch problemlos verwendet werden.
LR Rohr traf auf bosnischen Umweltminister
Der Umweltschutz soll Kärntner Firmen auch den Einstieg in den Wirtschaftsmarkt Sarajevos erleichtern, betonte Umweltlandesrat Reinhard Rohr (SPÖ). Er traf diese Woche auf den bosnischen Umweltminister.
Rohr: "Konkrete Pläne"
"Ich bin jetzt zum zweiten Mal in diesem Jahr in Sarajevo. Ich habe eine Wirtschaftsdelegation mit, es wurden ganz konkrete weitere Projekte besprochen", sagte Rohr.
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