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MI | 11.04.2012
10 Euro und 100 Schilling (Bild: APA)
Preisvergleich
In 50 Jahren gewaltige Preissteigerungen
Vergleicht man die heutigen Preise im Handel oder im Wirtshaus mit jenen von vor 50 Jahren, fällt auf, dass vieles, was damals zwei oder drei Schilling kostete, heute zwei oder drei Euro kostet. Auch die Löhne liegen heute im Schnitt in der Höhe der damaligen Schilling-Entlohnung.
Vor fünf Jahrzehnten kostete ein halber Liter Bier beispielsweise beim Regierungsball in Klagenfurt 2,70 Schilling, in ländlichen Regionen war es noch günstiger. Heute muss man dafür 2,70 bis 3,10 Euro zahlen. Für ein Wienerschnitzel mit Kartoffel wurden 8,50 Schilling verlangt, heute sind es beispielsweise 7,70 Euro.

Demgegenüber sind aber auch die Löhne entsprechend gestiegen, sagt Peter Ibounig, Leiter des Statistischen Amtes in der Kärntner Landesregierung:
Löhne sind heute vierzehn Mal höher
"Die Löhne haben sich in den vergangen 50 Jahren rasant nach oben entwickelt. Ein durchschnittlicher Industriearbeiter hat im Jahr 1956 einschließlich der Sonderzahlungen 1.690 Schilling brutto verdient. Heute kommen wir auf einen monatlichen Durchschnittsbetrag von 1.814 Euro. Wenn man das auf eine einheitliche Währung umrechnet, kann man sagen, dass sich die Löhne vervierzehnfacht haben."
Benzinpreis hat sich etwa vervierfacht
Laut Ibounig ist der Benzinpreis ein Sonderfall, weil man ihn heute als sehr teuer wahrnimmt: "Vor 50 Jahren hat ein Liter Benzin 3,60 Schilling gekostet, heute kostet ein Liter Euro-Super im Durchschnitt 1,10 Euro. Das wären umgerechnet etwa 15,20 Schilling und ergäbe eine Vervierfachung des Benzinpreises."
Textilien und Lebensmittel deutlich billiger
Die Preise für Schuhe sind im Gegensatz dazu günstiger geworden. Das gilt - im Vergleich zum gesteigerten Gehalt - auch für Nahrungsmittel wie Reis, Mich und Butter sowie für Textilien.
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