Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Ausgrabungsstätte Gurina (Bild: www.gurina.dellach.at)
GURINA
Funde deuten auf die älteste Stadt Österreichs
Auf der Gurina - einer Grabungsstätte in Dellach im Gailtal - finden seit 2004 archäologische Ausgrabungen statt. Bei den heurigen Grabungen kamen wertvolle Funde ans Tageslicht.
Heuer wurden keltische Silbermünzen entdeckt
Die Gurina liegt auf knapp 900 Meter Seehöhe in Dellach im Gailtal. Ihre Geschichte beginnt im 9. Jhdt. v. Christus und geht über die Kelten- und Römerzeit bis in das beginnende 5. Jhdt. n. Chr. In dieser langen Besiedlungszeit wandelte sich die Gurina von einer hallstattzeitlichen Siedlung mit großem Opferplatz über eine keltische befestigte Siedlung bis in eine römische Bergbausiedlung. Heuer wurden unter anderen keltische Silbermünzen entdeckt. Grabungsleiter Peter Gamper meinte:
"Wir können jetzt zur keltischen Zeit sagen, dass in der befestigten keltischen Siedlung auf der Gurina vor allem Münzprägung betrieben wurde. Mittlerweile haben wir 39 keltische Silbermünzen gefunden. Aus den Altgrabungen existiert bereits ein Prägestempel - alles Hinweise, dass auf der Gurina selbst keltische Münzen geprägt wurden."
Die Grabungen werden bis 2008 fortgesetzt
Zudem wurden zahlreiche keltische Fibeln und Keramikstücke, sowie Reste von vergoldeten Bronzestücken gefunden. Damit deute alles auf die älteste römische Stadtanlage Österreichs hin, so Gamper. Die Grabungen sind noch bis 2008 geplant, das Projekt wird von der EU, dem Land Kärnten und dem Bund finanziert. Auch das AMS unterstützt die Grabung mit der Integration von Langzeitarbeitslosen.
Geplant: Ein Archäologiepark
In den nächsten drei Jahren ist auf der Gurina die Errichtung eines archäologischen Parks geplant. Laut Bürgermeister Christoph Zerzer gibt es bereits konkrete Pläne. Die Finanzierung des knapp 500.000 Euro teuren Vorhabens soll vom Land Kärnten übernommen werden.
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