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MI | 11.04.2012
Gabriel Obernosterer (Bild: LPD - Bodner)
NR-WAHL
ÖVP-Kandidat Gabriel Obernosterer
Der Hotelier Gabriel Obernosterer (ÖVP) aus dem Lesachtal will als Mann aus der Praxis seine Erfahrungen in die Politik einbringen. Seit elf Jahren ist er Obmann der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer und spart nicht mit Kritik.
Ein Mann der Praxis
Der 51 Jahre alte Touristiker aus dem Lesachtal hält nicht viel von Theorien. Er sieht sich als Mann der Praxis und will mit Taten Fakten schaffen. Worte allein würden beeindrucken, aber oft nur sehr wenig bewegen, so Obernosterer.

Dass er nun in die Politik geht, hat er eigentlich seiner Familie zu verdanken. Denn seine Frau und seine beiden erwachsenen Kinder übernehmen die Arbeit in den Familienbetrieben. Dazu gehören ein Gasthof, ein Feriendorf und das Alm- Wellnesshotel Tuffbad. Insgesamt beschäftigen die Obernosterers 50 Menschen im Lesachtal. Der ÖVP-Spitzenkandidat hat fast alles selbst geschaffen.
Für Tourismus und mittelständische Wirtschaft
"Ich glaube, ich habe zu Hause gezeigt, was man im Lesachtal zuwege bringen kann. Diese Erfahrung möchte ich als Praktiker zur Stützung für das Tourismusland Kärnten für die kleingewerbliche und mittelständische Wirtschaft und mit allgemeiner Unterstützung für den Arbeitsmarkt einbringen. Mit der Unterstützung meiner Familie wird mir das möglich und ich kann offen reden, weil ich von der Politik nicht abhängig bin."
Heftige Kritik an Kärntner Tourismuspolitik
Obernosterer gilt in Kärnten als heftiger Kritiker der offiziellen Tourismuspolitik des Landes Kärnten. Für ihn gilt eine Faustregel: "Wenn der Markenname Kärnten nicht beworben wird, sind wir bei der ersten Entscheidung draußen". Man müsse ein langfristiges Konzept für den Tourismus haben und der touristische Markenname Kärnten sei am Markt "wieder ordentlich zu bewerben und zu platzieren".

Jedoch ist ihm nicht nur der Tourismus, sondern die gesamte klein- und mittelständische Wirtschaft ein Anliegen. Für Betriebe mit bis zu neun Mitarbeitern und zwei Millionen Umsatz im Jahr will er eine Steuer-Sonderregelung durchsetzen - ganz unbürokratisch ohne Formulare und Anträge.
Investitionsprämie von zehn bis 20 Prozent
"Betriebe in dieser Größenordnung sollten eine steuerliche Sonderstellung haben, weil sie der einzige Arbeitsplatzgarant im ländlichen Bereich sind und auch der einzige Bereich, wo noch viele neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Diese Betriebe sollten eine zehn- bis zwanzigprozentige Investitionsprämie bekommen, abzurechnen über die Bilanz am Ende des Jahres."
"ÖVP wird zweitstärkste Partei"
Obernosterer definierte ein ganz klares Ziel für die Nationalratswahl: "Wir werden das vierte Mandat erhalten und zweitstärkste Partei in Kärnten werden."

Eine hohe Latte, die er sich da legt - immerhin müsste die ÖVP für vier Mandate im Vergleich zur letzten NR-Wahl noch einmal zulegen. Dabei hat sie schon 2002 die damalige FPÖ weit überholt.
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