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MI | 11.04.2012
Gerhard Köfer, SPÖ (Bild: ORF Kärtnen)
NR-Wahl
SPÖ-Spitzenkandidat Gerhard Köfer im Porträt
Gerhard Köfer ist der SPÖ-Spitzenkandidat für den Wahlkreis Spittal/Drau. Der Bürgermeister der Bezirksstadt war bisher für die SPÖ im Landtag vertreten. Jetzt wird er den bisherigen SPÖ-Mandatar Manfred Posch im Nationalrat ablösen.
Volk wählte ihn zwei Mal in politische Ämter
Der 45 Jahre alte Gerhard Köfer sagt stolz von sich, er sei österreichweit der einzige Politiker, der zwei Mal vom Volk direkt in politische Ämter gewählt wurde:

Einmal zum Bürgermeister von Spittal an der Drau und einmal in den Kärntner Landtag. Ohne fixen Listenplatz gelang Köfer so vor zwei Jahren der Sprung in das Landesparlament.
Köfer sieht Bund als "neue Herausforderung"
Köfer: "Der Landtag hat seine Grenzen, die ich mittlerweile kennengelernt habe. Wir haben sehr viel in dieser kurzen Zeit erreicht. So ist uns beispielsweise Gelungen, das Krankenhaus zu bauen. Es ist auch Bewegung in das Goldeck gekommen und wir bauen ein Hallenbad. All diese Verbindungen zum Land haben uns dabei geholfen.

Es gibt genügend Projekte, die in Oberkärnten anstehen, wie zum Beispiel die Talschaftsverträge im Mölltal. Es gibt auch eine Diskussion über die Weiterentwicklung der Kaserne in Spittal.

Der Bund stellt eine neue Herausforderung dar, die es jetzt kennenzulernen gilt. Ich sehe das eher als eine Zusatzqualifikation im Beruf – man lernt neue Leute und ein neues Netzwerk kennen und das kann für Oberkärnten nur gut sein."
Seit 25 Jahren in der Politik
Politisch tätig ist der gelernte Bankkaufmann und spätere Gendarm Gerhard Köfer seit 25 Jahren, seit neun Jahren ist er Bürgermeister von Spittal an der Drau und will das auch als Nationalratsabgeordneter bleiben:
"Will bis zur Pension Bürgermeister bleiben"
"Wenn es geht, bleibe ich bis zu meiner Pension Bürgermeister. Der Zeitaufwand ist nicht unerheblich mehr als jetzt im Landtag. Ich werde meine Sitzungen in Wien führen und versuchen, noch am selben Tag zurückzufahren. Es ist ein Mehr an Zeit, aber ich werde ausreichend in Spittal präsent sein, um keine Mängel aufkommen zu lassen."
Gerhard Köfer zählt neben Gerhard Mock und Gerhard Seifried zu den drei "G's" der Kärntner SPÖ, war immer wieder auch mit Kritik am Parteikurs aufgefallen.

Köfer über den Weg, den er in Wien - auch gegenüber den Parteigenossen - einschlagen will:
"Möchte nicht als Stimm-Vieh gelten"
"Es muss Sinn machen und Oberkärnten gut tun, dann werde ich zustimmen. Ich möchte in Wien nicht als Stimm-Vieh und als jemand, der nur aufzeigt und dabei ist, bekannt werden."
Wahlziel: Über 35 Prozent Stimmen
Als Wahlziel nennt Köfer über 35 Prozent der Stimmen für die SPÖ. Persönlich dürfte ihm als Listenführer im Wahlkreis Spittal das NR-Mandat sicher sein, dennoch setzt Köfer wieder auf Vorzugsstimmen:
"Es ist eine Herausforderung, noch einmal zu versuchen, mit Vorzugsstimmen gewählt zu werden. Das wäre dann in Österreich die absolute Sensation. Wenn es nicht gelingt, dann eben nicht, aber diese sportliche Herausforderung werde ich annehmen."
Gerhard Köfer ist verheiratet, hat eine 18 Jahre alte Tochter und einen fünf Jahre alten Sohn. Ausgleich zur Politik sucht er bei Fussball und Eishockey.
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