Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Krokodil. (Bild: APA)
"Operation Schnappi"
Suchaktion nach Krokodil fortgesetzt
Die "Operation Schnappi", wie die Suche nach einem angeblich im Silbersee bei Villach gesichteten Krokodil nun offiziell genannt wird, wurde am Freitag fortgesetzt - vorerst ohne Erfolg. Das Badeverbot bestand weiterhin.
"Identität" des Tieres weiterhin umstritten
Hatte es am Donnerstag noch geheißen, es handle sich um einen Kaiman, so war die "Identität" des bissigen Badegastes am Freitag wieder umstritten. Es könnte ein Krokodil sein, ein Kaiman oder ein Alligator, meinten die Fachleute.
Taucher "übten" mit lebendem Jungtier
Um 9.00 Uhr rückten neun Taucher der Villacher Feuerwehr an den See aus. Sie konnten an einem sechs Monate alten Sumpfkrokodil den richtigen Umgang mit den wehrhaften Tieren üben, das die Reptilienexpertin Helga Happ mitgebracht hatte.
"Am besten fängt man ein Krokodil, indem man den Schnabel und den Schwanz einhält, denn so ein Krokodil hat 110 Zähne und kann damit die Taucher schwer verletzten, aber auch mit dem Schwanz kann das Tier sehr schmerzhafte Schläge austeilen", erklärte Happ im ORF-Radio Kärnten.
Westbucht wird mit Fischernetz abgesucht
Für die Feuerwehrtaucher ist der Einsatz Neuland. Einsatzleiter Bernd Miklautsch: "Es ist das erste Mal, dass in einem Kärntner See nach einem Krokodil gesucht wird."

Am Nachmittag wurde die Westbucht des Sees mit einem 200 Meter langen Fischernetz durchkämmt. Man hoffe darauf, dass sich das Reptil in dem weichen Netz verfangen würde und so an Land gebracht werden könne. Seit 17.00 Uhr wird die Suche mit einem Hubschrauber und einer Wärmbildkamera fortgesetzt.

In den vergangenen Tagen war "Schnappi" immer wieder in der Westbucht gesehen worden, wo es sich in den Mittagsstunden in die Sonne gelegt haben soll. Vereinzelt sollen Spaziergänger den ungewöhnlichen Seebewohner sogar gefüttert haben.
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