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MI | 21.03 | 16:40
SSC-TV (Bild: ORF Kärnten)
Die Sendung am 4. November 2006
Erfahren Sie in dieser Sendung mehr über das Landleben im friulanischen Val Aupa und über den Anfang des Automobilismus in Slowenien durch den Erfinder und Forscher Baron Anton Codelli Freiherr von Fahnenfeld.
Italien Landleben im Val Aupa
Die Seitentäler des Kanaltales schlummern in einer Art Dornröschenschlaf vor sich hin. Früher waren die kleinen Ortschaften dort ziemlich belebt und das Gebiet von landwirtschaftlicher Arbeit geprägt. Ein junges Paar versucht in einem Bergdörfchen hoch über dem Aupatal die traditionelle Lebensart dieser Gegend wiederzubeleben.
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Das Val Aupa ist ein schmales Tal nördlich von Resiutta und zählt zum Gemeindegebiet von Moggio Udinese.
Hier in den Bergen verstecken sich kleine, fast vergessene Ortschaften - wie zum Beispiel Drentus auf etwa 800 Meter Seehöhe.
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Noch Mitte des vorigen Jahrhunderts war das Dorf von etwa 50 Bewohnern belebt. Damals wie heute spricht man friulanisch oder auch deutsch, wenn man wie Guido Tolazzi Gastarbeiter in Deutschland war und seinen Lebensabend im Dorf der Kindheit verbringen kann.
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Marina Tolazzi und ihr Gatte Kaspar Nickles, der im Kärntner Ort Steuerberg aufgewachsen ist, haben sich vor etwa einem Jahr dazu entschlossen, in das abgelegene Dorf von Marinas Großeltern zu ziehen.
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Die beiden versuchen eine Landwirtschaft zu betreiben, wie es vor 100 Jahren hier üblich war und alte Bausubstanzen zeitgemäß zu renovieren, um später einmal im Agriturismo Fuß fassen zu können.
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Marina erzählt, dass sie das Leben hier im Bergdorf - so hart es auch sein kann - genießt. Seit ihrer Kindheit fühlt sie sich mit Drentus verbunden und seine Wiederbelebung sei ein herausforderndes Projekt für sie.
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In Dordolla, dem Hauptort des Aupatales, liegen die Ackerflächen der jungen Pioniere.
Ein Fußweg verbindet die beiden Ortschaften. Die 200 Höhenmeter kann man bergab in etwa 15 Minuten zurücklegen.
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Romantische Beschaulichkeit umfängt den Besucher von Dordolla, eine straßenlose Ortschaft, die auf natürlichen Terrassen angelegt ist.

Auf insgesamt drei Hektar liegen die händisch bearbeiteten Bohnen-, Gemüse- und kartoffelfelder von Marina und Kaspar, die sie mit mit heimischem Saatgut bebauen.
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Geerntet wird mit Hilfe von Marinas Großmutter, die sich darüber freut, dass die Bebauung der Felder auch für die nächste Generation gesichert scheint.

Der Beginn des Automobilismus in Slowenien
Baron Anton Codelli Freiherr von Fahnenfeld war Erfinder und Forscher. Ein gewandter Schlossherr, der sich mit seinen Erfindungen im Maschinenbau und der Automobiltechnik einen Namen machte.

Als er am 15. November 1898 mit weniger als 30 Stundenkilometern von Wien nach Ljubljana fuhr, bedeutete dies den Anfang des Automobilismus im heutigen Slowenien.
Baron Anton Codelli Freiherr von Fahnenfeld
Der Erbauer (Bild: SSC/ORF Kärnten)
Die revolutionären Erfindungen Codellis haben eine traurige Vorgeschichte: Der Baron hatte sich unglücklich in die einige Jahre ältere Adlige Emmy Auersperger verliebt. Deren Vater willigte jedoch nicht in eine Heirat ein, weshalb Codellis Mutter dem traurigen Baron als Trost ein Auto - einen Benz Velo Comfortable - schenkte. Dieser weckte Baron Codellis Liebe zur Technik und ist damit Ursprung zahlreicher Erfindungen.
Der erste Kleinwagen der Welt
Ältestes Auto der Welt (Bild: SSC/ORF Kärnten)
Der Benz Velo Comfortable war das erste in Serie gebaute Kraftfahrzeug der Welt – und zugleich der erste Kleinwagen. Karl Benz stellte seinen kleinen Erfolgswagen 1893 vor und baute ihn in den Jahren 1894 bis 1901 rund 1.200 Mal.
Codelli entwickelte die Funktelegrafie
Es war später vor allem der Automobilismus, der im jungen Forscher die Neigung zur Technik weckte. Seine größten Verdienste erwarb er mit der Entwicklung der Funktelegrafie für die Habsburger Flotte.

Baron Codellis Forschungen fußten stets auf dem aktuellen Entwicklungsstand der Forschung. Seine Arbeit begann jedoch erst Mitte des vorigen Jahrhunderts im Zuge der rasanten Entwicklung im Bereich des Fernsehens und des Automobilismus Früchte zu tragen.
Die Codellis prägten die Geschichte Sloweniens
Die Familie Codelli prägte in ihrer mehr als 250-jährigen Geschichte Slowenien. Ein Zweig der Familie Codelli lebte im Schloß Turn, noch heute ist ein ganzes Stadtviertel nach der Familie benannt.