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MI | 21.03 | 16:37
Holzversteigerung (Bild: ORF)
Kärntner Holz in Slowenien versteigert
Auf der Suche neuen Wegen in der Holzvermarktung ist die Wertholzversteigerung eine vielversprechende Möglichkeit. Nun kann auch Kärntner Wertholz in Slowenien versteigert werden.
Langjährige Zusammenarbeit machte Teilnahme erst möglich. Landwirtschaftskammer als Koordinator
Die mehrjährige Zusammenarbeit und rege Kontaktpflege zwischen den Organisatoren der Submission in Slowenien und der Landwirtschaftskammer Kärnten machten es möglich: Die Submission - also der geheime, einzelstammweise Verkauf - in "Slovenj Gradec" ist nun auch für Kärntner Holzlieferanten möglich. Die erste Teilnahme der Kärntner wurde von der Landwirtschaftskammer koordiniert und das Wertholz zum Versteigerungsort gebracht.
Marjan Tomazej_Forstberater (Bild: ORF)
Marian Tomazej.
"Aus Kärnten kamen 25 Festmeter"
"Heuer ist es zum ersten Mal gelungen, tatsächlich eine Lieferung aus Kärnten zu bekommen. In Summe waren es 25, ohne Rinde 20 Festmeter, die wir zu ganz guten Preisen verkauft haben", sagte Marian Tomazej, Forstberater der Landwirtschaftskammer Kärnten.
Holzversteigerung (Bild: ORF)
Stämme werden stückweise versteigert. Nicht Flugzeuge, die Preise "hoben" ab
Ein Schauspiel wie jenes, das sich einem am Tag der Wertholzversteigerung bietet, erlebt man sonst am Flugplatz von Windischgrätz selten: Was hier abhebt, sind keine Flugzeuge sondern die Preise für Holzstämme. Diese werden stückweise versteigert: Interessenten geben ihre Angebote ab, ohne zu wissen wer um wie viel mit bietet. Ein Verfahren, das für die Bieter kann ganz schön spannend, schweiß- und preistreibend sein kann.
Holzstaemme (Bild: ORF)
Janko Oslovnik, Obmann der Waldbesitzer Misljinska Dolina (Bild: ORF)
Janko Oslovnik.
Für viele war es ein "Tag der Wahrheit"
Die Wertholzsubmission, wurde zum fünften Mal veranstaltet. Der "Tag der offenen Tür" war für viele zugleich der "Tag der Wahrheit".

"Bisher waren die Preise bei euch Nachbarn immer höher - diesmal haben wir euch übertroffen", so Janko Oslovnik, Obmann des Verbandes der Waldbesitzer Mislinjska dolina.
Rekordpreis: 9.700 Euro für einen Bergahorn
Die Waldbesitzer lieferten dieses Mal insgesamt 1.770 Stämme an. Der teuerste Stamm, ein Bergahorn, erzielte einen Rekordpreis von über 9.700 Euro - ein Festmeterpreis von 7.760 Euro. Für einen Schwarznussstamm wurden immerhin noch 7.012 Euro gezahlt.
Teurer Holzstamm (Bild: ORF)
Johann Topitschnig_Grassendorf (Bild: ORF)
Johann Topitschnig.
Kärntner Holzverkäufer mit Preisen zufrieden
Die Kärntner, die zum ersten Mal mit dabei waren, staunten angesichts der hohen Preise nicht schlecht.

"Ich habe für einen Kirschstamm mit ca. 45 Zentimeter Durchmesser und 2,5 Meter Länge um die 500 Euro bekommen. Das ist ein Bomben-Preis für mich, zuhause in St.Veit ist das nicht zu erzielen", Johann Topitschnig aus Grassendorf.
Gottfried Hinteregger (Bild: ORF)
Gottfried Hinteregger,
Forstdirektion Stift St.Paul.
"Hätten in Kärnten nicht so viel bekommen"
Gottfried Hinteregger von der Forstdirektion Stift St. Paul sagte: "Für diese Eiche haben wir für den Meter 405 Euro bekommen - in Kärnten hätten wir für diese geringe Menge nicht so viel erhalten".
Holzversteigerung (Bild: ORF)
Joze Pojbic (Bild: ORF)
Jože Pojbič, Verbandes der Waldbesitzer Prekmurje.
"Bereitschaft zur Zusammenarbeit beidseitig"
Besucher kamen auch aus der über 100 km entfernten Region Prekmurje, dem Übermurgebiet, nachdem sie zuvor Wertholzsubmissionen in der Steiermark besuchten. Einer von ihnen, Jože Pojbič, der Obmann des Verbandes der Waldbesitzer Prekmurje, sagte: "In Zukunft werden wir die Zusammenarbeit mit den Nachbarn zu Slowenien noch verstärken. Sie liegen geografisch näher. Auch gibt es keine Grenzen. Die Bereitschaft zur Zusammenarbeit ist beidseitig".
"Servus Srecno Ciao"12.2.2011