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MI | 21.03 | 16:37
Bild: ORF
Auf den Spuren der Barone von Born
In Tržič, am Fuße des Loiblpasses, hat sich Ende des 19. Jahrhunderts eine Berliner Adelsfamilie niedergelassen und sich um den Ort große Verdienste gemacht. Noch heute kann man auf den Spuren der Barone von Born viel Interessantes entdecken.
Gedenkzimmer im Museum von Tržič
Im Museum von Tržič ist ein Gedenkzimmer mit zahlreichen Originalgegenständen der Barone von Born eingerichtet. Die Dokumente zeigen, dass die meisten Familienmitglieder passionierte Jäger waren.
Museum von Tržič (Bild: ORF)
Milica Ješe, Kustos im Museum von Tržič (Bild: ORF)
Ausflugsziel wurde zu Familiendomizil
Milica Ješe, Kuratorin im Museum von Tržič: "Der Berliner Bankier Julius Jakob Baron von Born kam sehr oft nach Tržič auf die Jagd. Das idyllische Tal Jelendol hatte es ihm so angetan, dass er diese weitläufigen Ländereien, über 4.700 Hektar, 1891 kaufte und mit seiner Familie hierher zog. Er hat für den Ort Tržič sehr viel gemacht."

So begann er sofort mit dem Ausbau der Infrastruktur, dazu gehört die heutige Straße durch die schöne Dolžanschlucht zum Schloß Puterhof in Jelendol, das heute ein Wohnhaus ist.
Familiensitz der Barone von Born bei Tržič (Bild: ORF)
Der Familiensitz der Barone von Born auf einer historischen Aufnahme (oben) und heute (unten).
Ehemaliger Familiensitz der Barone von Born bei Tržič heute (Bild: ORF)
Söhne setzten Arbeit des Vaters fort
Die Familie war bei den Einheimischen sehr beliebt. Nach dem Tod des Vaters bei einer seiner Reisen in England setzten seine Söhne Friedrich und Karl die Arbeit fort.
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Sie nutzten auch die Wasserkraft für die Forstarbeit und bauten Sägen, Kraftwerke und sie elektrifizierten den Ort.
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Um der Jagdleidenschaft leichter zu frönen ließ sich Friedrich von Born, der auch eine Quecksilbermine betrieb, von seinen Knappen hoch über der Loiblstraße Tunnel in die Ostflanke der Begunščica schlagen.
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Höhle (Bild: ORF)
Bornwanderweg bietet schöne Ausblicke
Der einstige Jagdweg ist heute als Bornwanderweg ein Geheimtipp für Bergwanderer.

Er führt vom Ausgang des heutigen Loibltunnels relativ einfach durch die Felsen und gewährt atemberaubende Ausblicke auf die Hochalmen der Region.
Wanderer genießen die Aussicht (Bild: ORF)
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Gutsverwalter Martin Šetinc (Bild: ORF)
Letzte Ruhestätte in Jelendol
Gutsverwalter Martin Šetinc: "Den Ort mussten sie schon 1941 verlassen, weil sie gegen den Nationalsozialismus waren. Friedrich starb im KZ Dachau, Karl gelang die Flucht nach Italien."

Den Nachfahren wurde der Besitz von Slowenien rückerstattet und so fand auch Karl seine letzte Ruhe neben seinem Vater in der Familiengruft im Heimattal der von Borns, in Jelendol bei Tržič.
Familiengrab der Barone von Born bei Tržič (Bild: ORF)
"Servus, Srecno, Ciao", 06.11.2010