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MI | 11.04.2012
Euro-Geldübergabe (Bild: ORF)
Swap-Geschäfte
Tauschgeschäfte zwischen Banken
Spekulationen mit so genannten Swap-Geschäften haben der Hypo-Alpe-Adria-Bank einen Verlust von 120 Millionen Euro eingebracht. Der verantwortliche Mitarbeiter wurde entlassen. Was sind Swaps eigentlich?
Kredite mit variablen und fixen Zinsen
Swaps sind Tauschgeschäfte mit Krediten auf Währungs- und Zinsebene mit einem anderen Partner, der seinerseits Kredite laufen hat. Bei den Krediten gibt es solche mit fixen und mit variablen Zinssätzen.

Nun kann es sein, dass eine Bank von einem Kreditkunden variable Zinsen bekommt, aber andererseits, zum Beispiel für eine Anleihe, einen fixen Zinssatz von z.B. fünf Prozent zahlen muss.
Banken minimieren damit Risiken
Wenn der variable Zinssatz unter fünf Prozent fällt, macht die Bank Verluste. Eine dritte Bank wiederum zahlt einem Kunden auf sein Sparkonto variable Zinsen, bekommt aber andererseits für eine Anleihe fixe Zinszahlungen. Auch hier entsteht ein Risiko. Wenn die Banken ihre Zinsverpflichtung entsprechend tauschen, minimieren sie diese Risiken.
Riskante Spekulationen ohne Dritte
Riskant sind Spekulationen mit Swaps, wenn etwa einem fixen ein variabler Zinssatz gegenübersteht, ohne Absicherung durch einen Dritten. Wenn sich der variable Zinssatz während der Laufzeit des Geschäftes zu Ungunsten der Bank ändert, kann der nur zuschauen, wie die Verluste wachsen, wenn er höhere Zinsen zahlt, als er kassiert.
Verschiedene Währungen möglich
Werden solche Geschäfte noch mit verschiedenen Währungen gemacht, wird es noch komplizierter. Die Hypo-Alpe-Adria-Bank gab am Freitag bekannt, der zuständige Mitarbeiter sei unerlaubte Risiken eingegangen und sei bereits entlassen worden. Ohne die Meldung an die Finanzmarktaufsicht hätte man die Verluste auf mehrere Jahre aufteilen können.
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