Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Ohrfeige
Kärntner verurteilt
Drei Vergewaltigungen in vier Wochen
Ein 20-jähriger Koch war im Sommer 2005 im Zeitraum von nur vier Wochen über drei junge Frauen hergefallen. Am Donnerstag wurde der Kärntner wegen teils versuchter und teils vollendeter Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilt.
Der 20-Jährige ist einschlägig vorbestraft
Bereits im Jahr 2001 musste der Kärntner wegen eines Vergewaltigungsdelikts auf der Anklagebank Platz nehmen. Danach kam er für eineinhalb Jahre hinter Gitter. Der psychiatrische Sachverständige stellte dem Jugendlichen dennoch eine positive Prognose aus.

Ein Urteil, das Psychiater Fritz Neumann im aktuellen Prozess relativieren musste. "Damals hat es keinen Anlass gegeben, den Jugendlichen in eine Anstalt einzuweisen, heute ist das jedoch anders", so Neumann.
"Es war ein besonderer Reiz für mich"
"Es hat mir Freude gemacht, Angst zu erzeugen", erklärte der Koch dem Schöffensenat freimütig. "Es war für mich ein besonderer Reiz, mich über Frauen herzumachen, die nicht wollten. Damals bin ich allerdings unter erheblichem Medikamenteneinfluss gestanden. Ich will jetzt in eine Anstalt, die Fehler in mir müssen behoben werden", erklärte der 20-Jährige.
"Er neigte zu heftiger Gewaltausübung"
Dem stimmte Staatsanwältin Gabriele Lutschounig zu. Weil die Gefahr bestünde, dass der Koch neuerlich vergleichbare Taten setzen könnte, sei einen Einweisung in eine Anstalt unumgänglich. "Der Angeklagte neigte während der Taten zu einer heftigen Gewaltausübung", begründete sie diese Forderung.
Drei Jahre unbedingt - nicht rechtskräftig
Der Koch wurde wegen teils versuchter und teils vollendeter Vergewaltigung zu drei Jahren unbedingter Haft verurteilt. Zudem wurde er in eine Anstalt für abnorme Rechtsbrecher eingewiesen. Da die Staatsanwaltschaft keine Erklärung abgab, ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
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