Kärnten ORF.at
MI | 11.04.2012
Polizisten (Bild: ORF.at/Christian Öser)
POLITIK
SPÖ für Einführung des Digitalfunks in Kärnten
Während der Digitalfunk in anderen Bundesländern wie Wien, Niederösterreich und Tirol schon Alltag ist, soll er in Kärnten nicht eingeführt werden - für die SPÖ unverständlich.
Blaulicht-Funkprojekt von Dörfler gestoppt
In Kärnten wird der digitale Funk vorläufig nicht eingeführt. Wie zuvor seine Salzburger Amtskollegin Gabi Burgstaller (SPÖ) hat auch Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) das Blaulicht-Funkprojekt gestoppt und dies mit dem Korruptionsverdacht bei der Auftragsvergabe begründet. Dörfler führte dabei auch die hohen Kosten ins Treffen.
"Kärntner zahlen die Rechnung für Korruption"
Die SPÖ hingegen ist für die Einführung des Systems - andernfalls müssten die Kärntner die Rechnung für die Korruptionsskandale der blauschwarzen Bundesregierung zahlen, so SPÖ-Sicherheitssprecher Rudolf Schober.
Vorteile des Digitalfunk-Systems.
Funksprüche können nicht abgehört werden
Der Digitalfunk funktioniert im Prinzip so, wie es auch die Handy-Nutzer kennen. Gegenüber dem analogen Vorgänger-System gibt es einige Vorteile: So kann die Polizei sicher sein, dass ihre Funksprüche nicht abgehört werden können - das digitale System lässt sich verschlüsseln. Neben dem Sprach- ist auch der Datenfunk möglich. Polizisten können damit auch Fahndungsfotos auf ihren Endgeräten empfangen. Ein Funkspruch erreicht alle Mitglieder.
Staatenübergreifende Zusammenarbeit leichter
Außerdem es ist möglich, dass die Leitstellen weitere Gruppen dazu schalten: Feuerwehr, Rettung und Polizei können so leichter bei einem Einsatz kommunizieren, das funktioniert auch bei der Zusammenarbeit über Staatsgrenzen hinweg.
Die jeweils benötigten digitalen Funkgeräte können auch extra angewählt werden, einzelne Geräte wiederum zu Gruppen zusammengefasst werden.
Schließlich sind die digitalen Funkgeräte im Auslandseinsatz, oder in Bereichen ohne Sendestation auch analog betreibbar.
Statuserhebung: Altes System reicht bis 2017
Laut LH Gerhard Dörfler habe eine Statuserhebung ergeben, dass das bestehende analoge System noch mindestens bis 2017 ausreiche. Die Einführung des Systems ist laut Dörfler weder technisch erforderlich noch wirtschaftlich vertretbar, wie die Kostenexplosion in anderen Bundesländern zeige.
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