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DO | 23.02.2012
Zug (Bild: ORF)
VERKEHR
Unsinnige Planung für HL-Eisenbahnstrecke
2005 ist mit der Planung einer Hochleistungseisenbahnstrecke zwischen Klagenfurt und Villach begonnen worden. 2008 wurde die Planung dann offiziell gestoppt – weitergeplant wurde trotzdem.
Die Trasse sollte mit 15 Kilometer Tunnel nördlich der bestehenden Trasse erbaut werden.
Hochleistung zwischen Klagenfurt und Villach
Noch unter dem damaligen BZÖ-Infrastrukturminister Hubert Gorbach ist mit der Planung einer Eisenbahnstrecke begonnen worden, über die in Kärnten heftig diskutiert wurde: Die Verlängerung der Hochleistungseisenbahnstrecke zwischen Klagenfurt und Villach. Eine Überlegung waren mehrere Tunnel nördlich der jetzigen Strecke, die in großen Teilen entlang des Wörthersees entlangführt.
Die Planungen für das Projekt, dass die ÖBB von der HL-AG erbte, liefen trotz Planungsstopps weiter.
Planungsstopp schon 2008
Ex-Bundeskanzler Alfred Gusenbauer (SPÖ) stoppte die Planung der Varianten im Mai 2008, nachdem schon neun Millionen Euro hineingeflossen waren.
Jetzt, erst gut zwei Jahre nach dem offiziellen Stopp, haben die Planungsbüros ihren Auftrag von 2005 erfüllt und die Pläne vorgelegt.

Nach zahlreiche Verhandlungen, auch mit den Bürgern der Anrainergemeinden bleibt nur ein schwarzer Strich auf der Landkarte.
Planung der Zugstrecke (Bild: ORF)
Christoph Posch, ÖBB (Bild: ORF) Bau auf Sinnhaftigkeit überprüft
Da in der Tunnelvariante keine Bahnhöfe zwischen Villach und Klagenfurt vorgesehen sind, würde die alte Trasse sowieso bestehen bleiben. Mit Stopps in Krumpendorf oder Velden zum Beispiel.

Posch: "Die Strecke zwischen Villach und Klagenfurt ist für uns die Wichtigste in Kärnten und da sind auch die meisten Fahrgäste unterwegs." Daher sei allein aus nahverkehrstechnischen Gründen diese Bahnstrecke nach wie vor notwendig.

"Es wäre ein viergleisiger Ausbau des Wörtherseekorridors gewesen. Aus diesem Grund wurde das Ganze auch auf die Sinnhaftigkeit überprüft," so Posch.
Zug (Bild: ORF)
Strecke derzeit nur zu 50 Prozent ausgelastet.
"Eine zweite Strecke nicht erforderlich"
160 Züge sind täglich auf diesem Teil der Südbahn unterwegs. Die ÖBB haben sich jetzt die zukünftigen Engstellen der Strecke angesehen - die Verbindung Klagenfurt-Villach gehört jedoch nicht dazu. Dies, weil die derzeitige Strecke nur zu 50 Prozent ausgelastet sei, so Posch.

"Unsere Simulationen und Hochrechnungen für das Jahr der Inbetriebnahme der Koralmbahn haben ergeben, dass wir mit 30 Prozent zusätzlichen Zügen zu rechnen haben. Das heißt, wir hätten hier die Infrastruktur dann zu circa 80 Prozent in Betrieb". Eine zweite zusätzliche Strecke sei also nicht erforderlich.

Die Detailplanung der Hochleistungsstrecke mit Probebohrungen hätte 100 Millionen Euro gekostet. Der Bau selbst würde die Milliardengrenze überschreiten, so Bahnexperten.
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