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MI | 11.04.2012
Franz Koloini (Bild: ORF)
CHRONIK
Geldwäschevorwurf: Koloini muss vor Gericht
Der ehemalige Protokollchef von Jörg Haider, Franz Koloini, wird sich wieder vor Gericht verantworten müssen. Es geht um 190.000 Euro Sponsor-Geld, das zwei Russen im Gegenzug für ihre Staatsbürgerschaft bezahlt haben sollen.
Russen zahlten für Formel1-Einstieg.
Geld für Friesachers Einstieg in die Formel 1
Wie die Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigt, ist die Anklage gegen Koloini fertig. Es geht um Sponsorgelder, die von den Russen für den Einstieg von Patrick Friesacher in die Formel 1 bezahlt wurden.

Die für Friesachers Formel-1 Einstieg nötigen zwei Millionen Dollar wurden im Jahr 2005 von der Hypo Alpe Adria Bank vorgestreckt. Ausgeglichen werden sollte das Minus durch Zahlungen von zwei russischen Geschäftsleuten.

Haider soll den Russen im Gegenzug die österreichische Staatsbürgerschaft versprochen haben, die diese am 10. Jänner 2007 in der letzten Ministerratssitzung des Kabinetts Schüssel/Gorbach auch bekamen.
Koloini: Geld Haider übergeben
Koloini hatte das Geld von einem Hypo-Konto abgehoben und will das Geld Haider in bar übergeben haben. Seit Frühjahr vergangenen Jahres untersucht die Korruptionsstaatsanwaltschaft die Geldflüsse von einem Konto der Hypo, berichtet die "Kleine Zeitung" in ihrer Freitagausgabe.

Koloini gab bei einer Einvernahme an, das Geld vor einem Zeugen an Haider ausgehändigt zu haben. Den Namen des Zeugen habe er den Ermittlern genannt, hatte Koloini im Vorjahr angegeben.
Zweiter Angeklagter wird nicht genannt.
Auch Russen im Visier der Justiz
Die Justiz wirft Koloini in diesem Zusammenhang Geldwäsche vor. Auch eine zweite Person sei angeklagt, sie sei aber nicht von öffentlichem Interesse, daher wird der Name nicht genannt. Sie soll Zieldaten für Konten weitergegeben haben.

Auch die beiden russischstämmigen nunmehrigen österreichischen Staatsbürger stehen im Visier der Justiz, ihnen wird Bestechung von Amtsträgern vorgeworfen. Der Strafantrag für den im Wiener Landesgericht geplanten Prozess ist den Verdächtigen zugestellt worden.
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