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KULTUR |
25.11.2010 |
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"Nazaj" - Valentin Oman ist zurück
Valentin Oman stellt - nach seinem mehr als ein Jahrzehnt währenden "Haider-Boykott" - wieder in Kärnten aus. Gezeigt wird ein Querschnitt seines Schaffens an drei verschiedenen Schau-Plätzen in Villach.
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Erste Oman-Ausstellung nach 13 Jahren
Valentin Oman hat das slowenische Wort für "zurück" - "nazaj" - für die Rückkehr in sein Heimatland gewählt. Sein Atelier in Finkenstein bei Villach war und ist zwar - neben Wien - immer Lebens- und Arbeitsort geblieben, doch 13 Jahre lang vermied es der Künstler, in Kärnten auszustellen: Omans Reaktion auf die Wiederwahl des damaligen Landeshauptmannes von Kärnten, Jörg Haider, der in einem Interview gemeint hatte, Oman solle das Land verlassen.
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Haider verwechselte Oman mit Hoke
Wie sich später herausstellte, hatte Haider gar nicht Oman, sondern Giselbert Hoke gemeint -trotzdem blieb Oman, der Kärntner Slowene - auch aus Protest gegen die politische Kultur in Kärnten - bei seiner Verweigerung. Diese hat nun ein Ende gefunden.
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 "Reinrassige" Figuren sucht man bei Valentin Oman vergebens. |
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Bilder, die vom "Mensch-Sein" erzählen
"Zurück" sind auch die für Oman typischen Menschen-Figuren auf hochgestellter Leinwand. Mit Farbpigmenten, Leimfarbe und Rostkollagen schafft der Künstler Figuren, die viel zu erzählen haben über den Menschen - das zentrale Thema in Omans Werk. Der Mensch tritt in Omans Bildern in all seinen Facetten, seiner Farben- und Formenvielfalt auf.
Oman: "Ich möchte die Vielschichtigkeit, die Brüchigkeit in meinen Figuren darstellen - alles, was zur menschlichen Natur dazugehört. Und alles andere als das, was man unter Reinrassigkeit versteht - diese Figur gibt es bei mir nicht".
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"Ecce homo"
 "Seht, das ist der Mensch" in der Galerie Freihausgasse in Villach.
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Leben, arbeiten - wie Sisyphus
Speziell die Werkgruppe "Ecce Homo" in der "Galerie Freihausgasse" ruft beim Betrachter das Gefühl hervor, in eine Prozession durch die Menschheitsgeschichte geraten zu sein. Seit Jahrzehnten sucht Oman stets nach neuen Möglichkeiten, sich diesem Thema zu nähern - die Macht, aber auch die Verwundbarkeit des Wesens Mensch, dessen Vergänglichkeit und auch dessen Einzigartigkeit darzustellen.
"Das ist so etwas Ähnliches wie eine Sisyphus- Arbeit: Man glaubt, jetzt hat man es endlich erreicht, Aber das dauert vielleicht einen Tag und dann beginnt man wieder von vorne", so Oman.
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"Stellung zu nehmen" erfordert den Ausbruch aus der selbstgewählten Eremitage. |
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"Schweigen kann manchmal auch tödlich sein"
Neben Reiseskizzen im Villacher "Dinzlschloß" - bestehend aus künstlerischen Notizen, gesammelt bei Reisen nach Indien, Marrakesh, dem Jemen bis hin zum Oman, zeigt Oman am "Schauplatz Nummer drei", dem Sudhaus-Kunsthaus der Villacher Brauerei, einen breiten Querschnitt seiner Arbeiten aus den letzten 13 Jahren.
"Ich habe in diesen 13 Jahren gemerkt, dass mein Vorsatz oder mein Versprechen, nicht auszustellen, nicht sehr viel gebracht hat. Schweigen kann manchmal auch tödlich sein, man ist dann schon fast gestorben. Trotzdem glaube ich, dass es schon fast vernünftiger ist, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, weil man zu bestimmten Dingen Stellung nehmen kann - ansonsten ist man in der Eremitage".
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Personale zum 75. Geburtstag des Künstlers
Dass Oman in wenigen Tagen seinen 75. Geburtstag feiern wird, ist ein durchaus gewollter Begleitumstand für die dreigeteilte Personale in Villach. Die Ausstellung mit mehr als 200 Werken ist bis 29. Jänner in Villach zu sehen.
Die Vernissage findet am Freitag, dem 26. November ab 18.30 Uhr in der "Galerie Freihausgasse" statt. Josef Winkler wird dabei aus "Die Totenkulterer von Kärnten" lesen.
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