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MI | 11.04.2012
ARCHÄOLOGIE
Wertvolle Grabsteine gefunden
Seit mehr als hundert Jahren galten sie als verschollen, jetzt hat ein Archäologen-Team 20 kostbare Renaissance-Grabinschriften, Gesims- und Wappensteine aus Friesach wieder entdeckt.
In Kirchenturm vergessen
20 verschollene Steinplatten haben die  Archäologin Renate Jernej und Grabungsleiterin Gerti Pollak in der Turmkammer der Kirche St. Bartholomäus unter Gerümpel gefunden.

Die meisten Grabsteine stammen aus dem 16. Jahrhundert, manche davon sind bis zu vier Meter hoch. Nach einem Brand in der Kirche 1895 waren die Inschriften in einer Turmkammer verräumt und vergessen worden.
Grabsteine werden zugeordnet
Jetzt könne man wieder genau feststellen, welcher Grabstein welchen Propst oder Vizedom darstellt, sagt Renate Jernej.

Nach mehr als hundert Jahren lässt sich so das Leben und Wirken von etwa "Propst Basseyo" oder "Vizedom Schafmann" erstmals wieder nachvollziehen.
Steine werden neu montiert
Jetzt werden die wieder entdeckten Steine in der Kirche als Grab-Kunstdenkmäler neu montiert. Der Aufbau der Grabmonumente wird etwa 15.000 Euro kosten und von Diözese, Stadtpfarramt und Bundesdenkmalamt finanziert.

Keine Restaurierung gibt es dagegen für die fünf Gräber aus dem 14. Jahrhundert am Virgilienberg. Die Steinplatten sind durch Brand so stark beschädigt, dass sie beim Heben zerfallen würden. Die Ausgrabungsstätte muss wieder zugeschüttet werden.
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